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Jazzwoche Berlin #3

7. Juni13. Juni

Kostenlos
Jazzwoche Berlin

Immer noch im Ausnahmezustand, extrem belastet vom künstlerischen und wirtschaftlichen Druck des Dauer-Lockdowns, und doch in steter Bewegung: Die Jazzwoche Berlin #3 richtet den Fokus auf die freie Jazz- und Improvisationsszene der Hauptstadt.

Die wesentlichen Elemente, die die gesamte Jazzwoche bestimmen werden – vielfältige Musik und vielstimmiger Diskurs, sollen bereits am Sonntag, dem 6. Juni, unter dem Motto „Streamboat – Der Prolog zur Jazzwoche Berlin #3“ als Gemeinschaftsproduktion von Veranstalter*innen, Künstler*innen und der IG Jazz Berlin komprimiert zu erleben sein. Dieser Prolog, der per Boot über die Spree führt, versinnbildlicht die Situation, in der sich die gesamte Kultur bereits seit mehr als einem Jahr befindet: größtenteils verdrängt aus dem öffentlichen Raum, auf eher zufällige Aufmerksamkeit reduziert und nur auf Smartphones und Computerbildschirmen wahrnehmbar.

Trotzdem – oder gerade deshalb – wird es während der Jazzwoche Berlin #3 vom 7. bis zum 13. Juni eine Vielzahl musikalischer und diskursiver Aktivitäten geben.

Musik — Live-Streams, Rikschas & Berliner Jazzpreis

In Coronazeiten erfordert die Organisation musikalischer Aktivitäten besondere Flexibilität. Berliner Veranstalter*innen und Künstler*innen stellen dies gemeinsam mit der IG Jazz als Initiatorin der Jazzwoche unter Beweis. Einiges konnte modifiziert, vieles musste gestrichen werden, neue Formate sind hinzugekommen.

Highlights sind u. a. folgende Live-Streams von Konzerten aus Berliner Clubs:

Jazz aus Berlin 105 (JAB 105) mit Uwe Kropinsky & Witch ’n’ Monk am Dienstag; Future Bash Vol. 37 mit Felix Henkelhausen und Ludwig Wandinger, feat. Liz Kosack & Nick Dunston am Mittwoch oder am Freitag das Gratkowski/Schröder/Deller/Breu-Quartett. Diese und andere Streams sind alle jeweils über die Kanäle der Veranstalter kostenfrei zugänglich und über die jazzwoche.berlin verlinkt.

Die Spielstätten für Jazz und Improvisierte Musik sind über die ganze Stadt verteilt, aber leider weiter für das Publikum unzugänglich. Gleichwohl sollen diese Kulturorte im öffentlichen Raum sichtbar bleiben. Deshalb haben die teilnehmenden Clubs ein Konzept entwickelt, das während der gesamten Jazzwoche in verschiedenen Bezirken die Musik zu den Leuten bringt.

Per Fahrrad-Rikscha bewegen sich Solokünstler*innen wie bei einer Staffel von Club zu Club. Gespielt wird unterwegs, bei spontanen Stopps und gemeinsam mit dem jeweils folgenden Act bei der Übergabe draußen vor der nächsten verschlossenen Clubtür: musikalische Interventionen für ein zufälliges Publikum vor Ort als Lebenszeichen der Szene und Symbol des Zusammenstehens von Clubs und Künstler*innen in der Krise.

Diese Performances werden live gestreamt, Routen und beteiligte Clubs sind auf der Website der Jazzwoche Berlin #3 einsehbar.

Außerdem wird inmitten der Jazzwoche Berlin #3 am 09. Juni zum fünften Mal der Berliner Jazzpreis verliehen. Vergeben vom Berliner Senat und dem Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb), geht der Preis in diesem Jahr an den Pianisten Hannes Zerbe, der als Musiker, Orchesterleiter und Veranstalter seit mehr als vier Jahrzehnten die Berliner Szene prägt. Das Preisträger-Konzert kommt als Stream des Jazzwoche-Medienpartners rbb Kultur aus dem A-Trane.

Diskurs  — Panels & Podcasts

Die anhaltende Krise bringt viele Themen, die die Szene beschäftigen, zu neuer Aktualität. Daher geht es in der Jazzwoche Berlin #3 besonders um den Austausch der Akteur*innen untereinander, um spezifische Debatten im Jazz und der Improvisierten Musik und um die Teilnahme am kulturpolitischen Diskurs.

Auf verschiedenen Panels werden u. a. folgende Fragen verhandelt:

  • „Digitale Transformation der Medienlandschaft – wie steht es dabei um den Jazz und die Improvisierte Musik?“ – Im Gespräch mit dem Publizisten Berthold Seliger und Thomas Herr von ECM Records wird versucht, diesen vielschichtigen Themenkomplex zu beleuchten und Antworten auf diese in wirtschaftlicher, künstlerischer und gesellschaftspolitischer Hinsicht relevante Frage zu finden.
  • „Institutionalisierung als probates Mittel zum Aufbau von Resilienz im Bereich des Jazz und der Improvisierten Musik?“ – Bei diesem Panel geht es u. a. um Bestrebungen, in Berlin im Rahmen der Entwicklung der Alten Münze zum Kulturstandort ein Zentrum für Jazz und Improvisierte Musik zu integrieren. Eine differenzierte Betrachtung zu einem komplexen Thema, u. a. mit der Stadtsoziologin Dr. Friederike Landau und der langjährigen Jazzveranstalterin Kornelia Vossebein. Moderation: Shelly Kupferberg.
  • „Scheitern in der Krise“ – Aktueller kann ein Thema in Lockdown-Zeiten kaum sein, vor allem freie Musiker*innen sind massiv betroffen. Über die gravierenden wirtschaftlichen Probleme hinaus stellen sich vielen Akteur*innen auch existenzielle Fragen nach Sinn und künstlerischer Identität. U. a. mit der Psychologin Anne Löhr und dem Musiker, Trainer und Coach Karl Ivar Refseth.

Die Podcastreihe „Jazz.leben Stimmen aus der Szene” hat schon im letzten Jahr viel Zuspruch erfahren. Dieses einzigartige Format  gibt Akteur*innen der Szene die Gelegenheit, selbst zu Wort zu kommen. Auch während der Jazzwoche Berlin #3 werden im ungefilterten Gespräch miteinander wieder vielfältige aktuelle Fragen behandelt, z. B. mit dem Host Ketan Bhatti. Der Komponist, Schlagzeuger und Grenzgänger zwischen verschiedensten Genres und Kulturen widmet sich unter der Überschrift „Talking about privilege” dem Themenkomplex Klassismus, Rassismus, Privilegien und strukturelle Benachteiligung.

Alle Diskursveranstaltungen und Podcasts sind digital verfügbar und kostenfrei zugänglich.

Die ständig aktualisierte Programmübersicht der Jazzwoche Berlin #3 finden Sie unter: www.jazzwoche.berlin.

 

Details

Beginn:
7. Juni
Ende:
13. Juni
Eintritt:
Kostenlos
Live-Streamskategorie:
Live-Stream-Tags:
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https://www.jazzwoche.berlin

Veranstalter

Jazzwoche Berlin
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