{"id":3331,"date":"2021-12-16T17:15:37","date_gmt":"2021-12-16T16:15:37","guid":{"rendered":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/?p=3331"},"modified":"2024-07-05T11:04:54","modified_gmt":"2024-07-05T09:04:54","slug":"17-12-2021-der-radiotag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/17-12-2021-der-radiotag\/","title":{"rendered":"17.12.2021 \u2013 der radiotag"},"content":{"rendered":"<h3>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Klangkunst: Portraits de Voix<\/strong><\/h3>\n<p>Von Alessandro Bosetti. Mit: Neue Vocalsolisten. Produktion: GMEM, CNMM Marseille. In Koproduktion von Deutschlandfunk Kultur, Neue Vocalsolisten\/Musik der Jahrhunderte, Le nouveau th\u00e9\u00e2tre de Montreuil \u2212 Centre dramatique national, La Soufflerie. L\u00e4nge: 50\u2019 (Ursendung)<\/p>\n<p>Stimmen sind auch nur Menschen. Sie f\u00fchren ein Eigenleben jenseits der Personen, zu denen sie geh\u00f6ren. Dieses Eigenleben zeichnet der Radiomacher Alessandro Bosetti nach: Er portr\u00e4tiert vier Stimmen und lotet die Beziehungen zwischen ihnen aus.<\/p>\n<p>\u201eIch m\u00f6chte Deine Stimme portraitieren. \/ Also malst Du ein Bild von mir? \/ Nein. Du und Deine Stimme, das ist nicht dasselbe.\u201c<\/p>\n<p>Der Klangk\u00fcnstler und Komponist Alessandro Bosetti zeichnet eine Reihe von Stimmportraits aufgrund von Recherchen und Gespr\u00e4chen w\u00e4hrend eines Sommers in Italien. Er hat vier Stimmen aus drei Generationen gesammelt und von ihrer biografischen Identit\u00e4t befreit. Solche Stimmen haben keinen K\u00f6rper. Jede ist Mutter, Vater, Tochter, Sohn, Bruder und Schwester f\u00fcr die anderen. Ihr Gruppenbild entsteht in einem akustischen Universum zwischen Sp\u00e4trenaissance-Madrigal, mikrotonaler Textur und Familientratsch. Der Portraitmaler f\u00fchrt selbst durch das vokale Labyrinth, zieht Verbindungslinien und l\u00f6scht sie wieder aus.<\/p>\n<p>Alessandro Bosetti, 1973 in Mailand geboren, lebt als Radioautor, Komponist und Klangk\u00fcnstler in Marseille. F\u00fcr Deutschlandradio Kultur entstanden zahlreiche St\u00fccke: 2007 \u201eGesualdo Translations\u201c, 2009 \u201earcoparlante\u201c\u201a 2011 \u201eSpinoza und der Fisch\u201c, 2012 \u201eW\u00f6rterberge\u201c, 2013 \u201eDer L\u00fcgendetektor\u201c, \u201eMinigolf\u201c (2014\u22122016). Zuletzt: \u201eRegula Measures\u201c (2017\u22122018).<\/p>\n<h3>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Markus Schmitt<\/strong>: Tre sonate galanti (Moritz Eggert, Klavier); <strong>Moritz Eggert<\/strong>: \u201eNumber Nine VII: Masse\u201c (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Peter Rundel); <strong>Rupert Riederer<\/strong>: Streichquartett Nr. 8 (Sonnleitner-Quartett); <strong>Klaus Obermayer<\/strong>: \u201eTrossinger Suite 1980\u201c (Siegfried Palm, Othello Liesmann, Violoncello); <strong>Hans Mielenz<\/strong>: Streichquartett, op. 76 (Mynter-Quartett); <strong>Mark Lothar<\/strong>: Acht Haiku, op. 85 (Mitsuko Shirai, Sopran; Ein Ensemble)<\/p>\n<h3>14:05:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>LP-Pr\u00e4sentation: Monty Alexander 1984 im Caf\u00e9 Wortner, Wien <\/strong><\/h3>\n<p>Es war ein in mehrfacher Hinsicht ungew\u00f6hnliches Ereignis, das sich am Abend des 9. Juni 1984 im Wiener Traditionscaf\u00e9 Wortner begab. Wenige Tage nach seinem 40. Geburtstag machte dort der jamaikanische Jazzpianistenstar Monty Alexander einem kleinen, auserlesenen Publikum seine Aufwartung -mit einem f\u00fcr ihn raren Solokonzert. Alexander war blendend disponiert, er begeisterte mit der Interpretation von Jazzstandards von Duke Ellington und Nat Adderley, mit von seiner karibischen Heimat inspirierten Eigenkompositionen sowie geistlichen Hymnen und Liedern wie \u201eAmazing Grace\u201c.<\/p>\n<p>Die Aufnahme des grandiosen Konzerts schlummerte 37 Jahre lang im ORF Archiv und wird nun im Rahmen der Reihe \u201e\u00d61 Jazz Treasures\u201c als Doppel-LP ver\u00f6ffentlicht. Aus Anlass der LP-Pr\u00e4sentation kehrt \u00d61 an den Ort des Geschehens zur\u00fcck und sendet heute live aus dem Caf\u00e9 Wortner: Eine In Concert-Spezialausgabe mit Andreas Felber, die die Hintergr\u00fcnde von Monty Alexanders ungew\u00f6hnlichem Soloauftritt beleuchtet, Menschen zu Wort kommen l\u00e4sst, die am 9. Juni 1984 dabei waren, und mit Live-Musik zum Thema Monty Alexander aufwartet, u. a. von den Pianisten Michael Publig und Simon Raab.<\/p>\n<h3>15:05 bis 16:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Feature: Die Sache mit der Solidarit\u00e4t \u2013 Wie Gewerkschaften um Einfluss k\u00e4mpfen<\/strong><\/h3>\n<p>Von Caspar Dohmen. Es geht nicht mehr nur um Streik und h\u00f6here L\u00f6hne: Gewerkschaften schicken Spezialisten in Unternehmen, die eigentlich Gewerkschaften strikt ablehnen. Sie kooperieren mit Aktivisten der Klimabewegung, mit dezentralen linken Gewerkschaftsgruppen und beziehen Nichtgewerkschafter in ihre Tarifarbeit ein. Alles fr\u00fcher undenkbar \u2013 trotzdem verlieren sie weiter Mitglieder und damit an Macht und Einfluss. Und nun drohen Digitalisierung und \u00f6kologische Transformation in rasanter Geschwindigkeit Arbeitspl\u00e4tze in gro\u00dfem Umfang zu vernichten. Wie sieht die Zukunft der Gewerkschaften aus?<\/p>\n<h3>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: \u201eHeut ist das Meer himmelblau und morgen schwarz wie Tinte\u201c \u2013 Der Komponist Camille Saint-Sa\u00ebns<\/strong><\/h3>\n<p>Mit einer kleinen Melodie, einem kleinen Gelegenheitswerk f\u00fcr ein Faschingskonzert ist Camille Saint-Sa\u00ebns unsterblich geworden: \u201eDer Schwan\u201c, auf dessen Erscheinen im \u201eKarneval der Tiere\u201c ein jeder ungeduldig wartet. Daneben wird das umfangreiche Oeuvre von Saint-Sa\u00ebns oft unter den Tisch gekehrt. Zu Beginn war alles nur Sonnenschein: Er begann als pianistisches Wunderkind, seine 1. Symphonie, die er mit 18 Jahren auff\u00fchrte sorgte f\u00fcr Aufsehen. Schon in jungen Jahren wurde er Titularorganist der renommierten Pariser Madeleine Kirche, seine Orgelimprovisationen waren Kult, seine Soireen auch und er komponierte und konzertierte in einer Tour, Symphonien, Opern, Klavier-\u00a0 und Kirchenmusik. Doch die Zustimmung f\u00fcr den Romantiker wandelte sich im Laufe der Jahre, denn Saint-Sa\u00ebns blieb irgendwie immer der Gleiche. Geboren wurde er 1835, als Beethoven gerade acht Jahre tot war, und man k\u00f6nnte sagen, er hatte das Pech sehr alt zu werden. Gestorben ist er vor hundert Jahren, und erlebte somit noch die Zeit, in der sich die revolution\u00e4ren Neuentwicklungen in der Musik im rasenden Tempo abl\u00f6sten: Impressionismus, Expressionismus, Atonalit\u00e4t. An all den Neuerungen war er durchaus interessiert, aber das half ihm nichts wie er selbst erkannte: \u201eJe mehr man sich darum bem\u00fcht modern zu sein, desto schneller altert man\u201c. Eine Sendung von Ele Martens<\/p>\n<h3>19:30 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Zeitfragen: Literatur \u2013 Magischer Raum mit E-Piano und K\u00fchlschrank \u2013 Poesiefilme<\/strong><\/h3>\n<p>Von Astrid Mayerle. Filme, die von Gedichten inspiriert sind, sind inzwischen so attraktiv, dass sich Festivals diesem Genre widmen.<\/p>\n<p>Die ersten Poesiefilme dauerten oft zehn bis zw\u00f6lf Minuten, was der L\u00e4nge der fr\u00fchen Filmrollen entspricht. So auch \u201eManhatta\u201d von 1920\/21, das erste filmische Gro\u00dfstadtportr\u00e4t und eine Liebeserkl\u00e4rung an New York, seine Wolkenkratzer und das moderne Leben \u00fcberhaupt. Die Montage aus bewegten Filmstills ist \u00fcberblendet mit Zeilen des US-amerikanischen Dichters Walt Whitman.<\/p>\n<p>Filme, von Gedichten inspiriert, sind ein interessanter Hybrid. Gerade in den letzten Jahrzehnten wurden sie f\u00fcr viele Lyrikerinnen, Lyriker und angehende Filmmachende so attraktiv, dass sich mittlerweile bald zwei Dutzend internationale Festivals \u2013 von Oslo \u00fcber Berlin und Kiew bis Neu-Delhi und Montreal \u2013 allein diesem Genre widmen.<\/p>\n<h3>20:00 bis 22:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Jazz Berlin: Konzerte vom Jazzfest 2021 aus dem Pierre Boulez Saal<\/strong><\/h3>\n<h3>20:00 bis 22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>LIVE \u2013 Auftakt: Petr Popelka und das hr-Sinfonieorchester \u2013 Solist: Der Geiger Josef \u0160pa\u010dek<\/strong><\/h3>\n<p>Paris \u2013 Prag \u2013 New York: Das Programm des Deb\u00fct-Konzerts von Petr Popelka und Josef \u0160pa\u010dek ist ebenso weitspannend wie vielschichtig und mitrei\u00dfend. Josef \u0160pa\u010dek, Violine. Petr Popelka, Dirigent. <strong>Martin\u016f<\/strong>: 1. Violinkonzert | <strong>Dvo\u0159\u00e1k<\/strong>: 9. Sinfonie e-Moll op. 95 \u201eAus der Neuen Welt\u201c (\u00dcbertragung aus dem hr-Sendesaal)<\/p>\n<p>Eine neue Welt erschlie\u00dft Petr Popelka gerade f\u00fcr sich. Fast zehn Jahre lang war der Tscheche stellvertretender Solo-Kontrabassist der S\u00e4chsischen Staatskapelle Dresden. Doch dann tauschte er 2019 den Bassbogen gegen den Taktstock, wurde Chefdirigent des Norwegischen Rundfunkorchesters und wird im kommenden Jahr das Radio-Symphonieorchester Prag \u00fcbernehmen \u2013 und damit das Orchester, in dem er als 19-J\u00e4hriger selbst Kontrabass gespielt hatte.<\/p>\n<p>Prag, Heimatstadt von Petr Popelka, ist die Dvo\u0159\u00e1k-Stadt, hier wurden fast alle seiner Sinfonien uraufgef\u00fchrt. Nicht aber die Neunte: Sie ist in und f\u00fcr die \u201eNeue Welt\u201c entstanden und soll nach Angaben des Komponisten mit Themen arbeiten, die \u201eEigenheiten der Indianischen Musik verk\u00f6rpern\u201c \u2013 wobei sich Dvo\u0159\u00e1k da dem Wilden Westen \u00e4hnlich frei und fantasievoll n\u00e4herte wie Karl May in seinen Romanen. Auch der Geiger Josef \u0160pa\u010dek hat eine Orchester-Vergangenheit, war er doch der j\u00fcngste Konzertmeister der Tschechischen Philharmonie, deren Gr\u00fcndungskonzert 1896 Anton\u00edn Dvo\u0159\u00e1k dirigiert hatte \u2013 und in der auch das einstige Wunderkind Bohuslav Martin\u016f einige Jahre als Geiger besch\u00e4ftigt war. Sein erstes Violinkonzert komponierte Martin\u016f aber im Paris der 1930er, im neoklassizistischen Stil, wie er durch Igor Strawinsky dort in Mode war. Schnittig klingt das, mal brillant, mal turbulent \u2013 und doch immer auch, jedenfalls unter den H\u00e4nden von Josef \u0160pa\u010dek und Petr Popelka, ein klein wenig b\u00f6hmisch.<\/p>\n<h3>20.04 | WDR 3<br \/>\n<strong>Engelsmusik<\/strong><\/h3>\n<p>Zwei Stars zu Gast beim WDR Sinfonieorchester: Frank Peter Zimmermann und Marek Janowski f\u00fchren das Violinkonzert von Alban Berg und die 4. Sinfonie von Anton Bruckner auf.<\/p>\n<p>\u201eEs ist ein Kunstwerk, ein Requiem, ein Kosmos, der unter die Haut geht\u201c, sagt der Geiger Frank Peter Zimmermann \u00fcber das Violinkonzert von Alban Berg. Gemeinsam mit Marek Janowski und dem WDR Sinfonieorchester taucht er in die musikalischen Tiefen dieses Konzerts ein, das Berg \u201edem Andenken eines Engels\u201c gewidmet hat. Er komponierte es, als er vom Tod der Tochter von Alma Mahler und Walter Gropius erfuhr: Manon Gropius war mit nur achtzehn Jahren an Kinderl\u00e4hmung gestorben. Die Urauff\u00fchrung konnte Alban Berg dann selbst nicht mehr h\u00f6ren: Sie wurde zu seinem eigenen Requiem. Nach dieser ergreifenden Abschiedsmusik pr\u00e4sentiert der Bruckner-Experte Marek Janowski die monumentale musikalische Architektur von Bruckners vierter Sinfonie: der \u201eRomantischen\u201c.<\/p>\n<p><strong>Alban Berg<\/strong>: Violinkonzert \u201eDem Andenken eines Engels\u201c | <strong>Anton Bruckner<\/strong>: Sinfonie Nr. 4 Es-Dur \u201eRomantische\u201c. Frank Peter Zimmermann, Violine; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Marek Janowski. \u00dcbertragung aus der K\u00f6lner Philharmonie<\/p>\n<h3>20:05 bis 21:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Das Feature: Neues Lieben \u2013 Liebesgeschichten im Zeitalter von Tinder<\/strong><\/h3>\n<p>Von Wiebke Keuneke. Regie: Matthias Kapohl. Produktion: Deutschlandfunk 2021. Seit bald neun Jahren gibt es Tinder, die Online-App f\u00fcr Liebe, Sex und Z\u00e4rtlichkeit. Haben Dating-Apps das Liebesleben der Deutschen ver\u00e4ndert oder spiegeln Apps wie Tinder eigentlich nur den gesellschaftlichen Wandel, der ohnehin l\u00e4ngst stattgefunden hat?<\/p>\n<p>Auch die Corona-Pandemie hat Einfluss auf das Liebesleben der Deutschen \u2013 und somit auf die Dating-Plattformen. \u201eCorona-Buddies\u201c ist der Begriff, der sich etabliert hat f\u00fcr das eine, letzte Date, das man dort noch gefunden hat kurz vor dem Lockdown, und dem man unter normalen Bedingungen vielleicht nicht ganz so lange die Treue gehalten h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Die H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer tauchen ein in die Datinggeschichten unterschiedlichster Menschen, seien sie hetero, homo, bi, non-bin\u00e4r, dick oder d\u00fcnn, mit Behinderung oder mit Migrationshintergrund. Wie ernsthaft, humorvoll, oberfl\u00e4chlich, best\u00e4rkend oder zerst\u00f6rend ist das Gesch\u00e4ft mit dem Onlinedating wirklich? Ohne sich auf eine klare Antwort festzulegen, erz\u00e4hlt das Feature viele lustige, ein paar traurige, auf jeden Fall aber reichlich unterhaltsame Geschichten von der Liebe in Zeiten des Internets.<\/p>\n<h3>22:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Musikfeuilleton: \u201eEr hat ein m\u00e4chtiges Werk hinterlassen&#8230;\u201c \u2013 Der Musikwissenschaftler und Essayist Carl Dahlhaus<\/strong><\/h3>\n<p>Von Richard Schroetter. (Wdh. v. 09.03.2014). Tausende Seiten an Aufs\u00e4tzen, Vorlesungen und Rundfunk-Manuskripten hat der Musikwissenschaftler Carl Dahlhaus hinterlassen. Er z\u00e4hlt zu den wenigen Musikforschern des 20. Jahrhunderts, die Weltgeltung erlangt haben und in zahlreiche Sprachen \u00fcbersetzt wurden. Zehn B\u00e4nde seiner Gesammelten Schriften sind vor einigen Jahren im Laaber-Verlag als Erstausgabe erschienen. Sein Institut f\u00fcr Musikwissenschaft an der Technischen Universit\u00e4t Berlin zog viele Jahre lang auch junge Komponisten an, die den Austausch mit ihm suchten.<\/p>\n<h3>22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Milestones \u2013 Jazzklassiker: Schmelztiegel der Kulturen \u2013 Ein Streifzug durchs Plattenwerk von Kip Hanrahan. <\/strong><\/h3>\n<p>Am Mikrofon: Karl Lippegaus. Als beispielhafte Fusion von Musikkulturen wurden Kip Hanrahans erste Alben bezeichnet. Anfang der 80er-Jahre entstanden sie mit einem Pool von Musikern aus der New Yorker Loft- und Downtownszene, aus Salsa, Jazz und Rock. Zentraler Akteur: der Ex-Cream-Bassist und S\u00e4nger Jack Bruce. Kip Hanrahan ging \u00e4hnlich einem Autorenfilmer wie Godard vor, mit dem er auch gearbeitet hat: Mit Kreuzblenden und harten Schnitten montierte er spontan sein Material, wobei das Magnetband gleichsam sein Notenpapier war. Als j\u00fcdisches Kind war er Anfang der 50er-Jahre in der Bronx aufgewachsen. Aus seinen Erfahrungen und Erinnerungen an Kl\u00e4nge erbl\u00fchte sein Werk: Rhythmen aus Kuba und Haiti, Rock-Riffs, Jazz-Bl\u00e4sers\u00e4tze, Bossa Nova und Tango Nuevo. Dar\u00fcber legte er wie innere Monologe seine Exkurse \u00fcber sexuelle Konflikte, gesprochen von ihm oder seiner Frau Nancy. Auf allen seinen beim eigenen Label American Clav\u00e9 ver\u00f6ffentlichten Alben brodelt dieser Schmelztiegel der Kulturen. Hanrahans Platte \u201eDesire Develops An Edge\u201c von 1983 gilt als wegweisendes Meisterwerk.<\/p>\n<h3>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musikalische Extremsituationen: Das Black Page Orchestra. \u2013 \u201eExtrema\u201c mit dem Black Page Orchestra<\/strong><\/h3>\n<p>Das auf Gegenwartsmusik spezialisierte Wiener Black Page Orchestra pr\u00e4sentierte Mitte Oktober im Wiener Musikverein das Programm \u201eExtrema\u201c mit St\u00fccken von Peter Ablinger, Sarah Nemtsov und einer Kollaboration mit dem Noise-Musiker Dror Feiler. Im Zeit-Ton ist der Mitschnitt dieses Konzertes zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>F\u00fcr das 2014 vom Pianisten, Komponisten und Medienk\u00fcnstler Matthias Kranebitter gegr\u00fcndete Black Page Orchestra sind aktuelle (Elektronik-)Technologien und Grenz\u00fcberschreitungen zwischen Konzertsaal, Klangkunst und Club-Kultur wesentlich. So war Kranebitter auch Mitbegr\u00fcnder von Unsafe + Sounds, einem Wiener Festival f\u00fcr experimentelle Medienproduktionen und zum Repertoire des Orchesters geh\u00f6ren Werke etwa von Eva Reiter oder Jorge Sanchez-Chiong. Benannt hat sich das Orchester nach dem gleichnamigen St\u00fcck von Frank Zappa, das deswegen so hei\u00dft, weil das Blatt so voll ist mit Noten. Beim ORF musikprotokoll im steirischen herbst 2021 spielte es Urauff\u00fchrungen von St\u00fccken von Maja Bosni\u0107 und Dror Feiler (zu h\u00f6ren im Zeit-Ton am 2. November).<\/p>\n<p>Mit Feiler fand im Musikverein ein weiteres Konzert statt. Der israelisch-schwedische Saxofonist, Elektronikmusiker und Aktivist sorgte daf\u00fcr, dass bei dem St\u00fcck \u201eNot from here not from now\u201c im Gl\u00e4sernen Saal hochenergetische und Noise-lastige Musik zu h\u00f6ren war.<\/p>\n<p>Unter der Leitung von Juan Mart\u00edn Miceli spielte das 12-k\u00f6pfige Orchester \u201eJetzt\/Black Out\u201c von Peter Ablinger, \u201eskotom.orchesterst\u00fcck\u201c der deutschen Komponistin Sarah Nemtsov sowie Teil 1 und 2 des Zappa-St\u00fccks \u201eBlack Page\u201c. Und mit \u201enihilistic study no. 7\u201c war auch eine Komposition Matthias Kranebitters vertreten. Ein Programm aus Orchester-Arbeit und elektronischen Zuspielungen, ebenso fordernd wie unterhaltsam und eindrucksvoll; ein idealtypischer Konzertabend des Black Page Orchestra. Der Zeit-Ton pr\u00e4sentiert die Aufnahme dieses Konzerts. Gestaltung: Heinrich Deisl<\/p>\n<h3>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazztime: Jazz auf Reisen \u2013 Von Neufundland nach Franken<\/strong><\/h3>\n<p>Das Trio des Pianisten Florian Hoefner beim Festival \u201eJazz an der Aisch\u201c im fr\u00e4nkischen H\u00f6chstadt. Mit Andrew Downing (Kontrabass), Florian Hoefner (Klavier) und Nick Fraser (Schlagzeug). Aufnahme vom 8. Oktober 2021 in der Fortuna Kulturfabrik. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur Klangkunst: Portraits de Voix Von Alessandro Bosetti. Mit: Neue Vocalsolisten. Produktion: GMEM, CNMM Marseille. 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