{"id":3403,"date":"2021-12-28T17:00:19","date_gmt":"2021-12-28T16:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/?p=3403"},"modified":"2024-07-05T11:04:54","modified_gmt":"2024-07-05T09:04:54","slug":"29-12-2021-der-radiotag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/29-12-2021-der-radiotag\/","title":{"rendered":"29.12.2021 \u2013 der radiotag"},"content":{"rendered":"<h3>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr\u00e4nkische Komponisten<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Christoph W\u00fcnsch<\/strong>: \u201eZwischen Tag und Traum\u201c (Novalis Quartett); <strong>Rainer Pezolt<\/strong>: \u201eElegia metallica\u201c (Antje Gerlof, Fl\u00f6te; Anne-Kathrein Jordan, Klavier); <strong>Elke Tober-Vogt<\/strong>: Orchestersuite Nr. 2 (Th\u00fcringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt: Oliver Weder); <strong>Rolf Rudin<\/strong>: \u201eDer Spinnerin Nachtlied\u201c (musica-viva-chor bamberg: Fritz Braun); <strong>Wilfried Jentzsch<\/strong>: \u201ePaysages FLV\u201c (Karl Schicker, Fl\u00f6te; Wilfried Jentzsch, Tonband); <strong>Heinrich Hartl<\/strong>: \u201eEin weites Feld\u201c, op. 150 (N\u00fcrnberger Symphoniker: Bernhard Gueller); <strong>Herbert Hechtel<\/strong>: \u201eA New Morning\u201c, op. 48 (Peter Sauermann, Klavier)<\/p>\n<h3>19:30 bis 20:00 | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Ein Gespenst geht um in der Welt (2\/2) \u2013 Entstehung, Ideen und Wirkungen des Neoliberalismus<\/strong><\/h3>\n<p>Durchbruch und Desaster des Neoliberalismus (1979-2008) Von Kristin Langen. Ob konservativ, Mitte oder links \u2013 alle scheinen sich einig: Neoliberalismus, das ist nichts Gutes. Selten wird der Begriff bef\u00fcrwortend verwendet, zumeist werden Missst\u00e4nde damit beschrieben und oft ist Neoliberalismus oder neoliberal ein Kampfbegriff. Das war nicht immer so. Als der Begriff kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, 1938, auf dem Walter-Lippmann-Kolloquium in Paris zum ersten Mal aufkommt, bezeichnen sich die anwesenden Intellektuellen als Neoliberale \u2013 in einem positiven Sinn. In einer Zeit, in der totalit\u00e4re Systeme \u2013 Faschismus, Kommunismus \u2013 in der Welt den Ton angeben, bem\u00fchen sie sich um eine Wiederbelebung liberaler Ideen. Noch ist die neo-liberale Bewegung ein Randph\u00e4nomen, auch in den ersten Nachkriegsjahrzehnten. Doch ihre Vertreter bilden Netzwerke und schaffen so die Voraussetzung, um sp\u00e4ter in Wissenschaft, Publizistik und Politik Einfluss zu gewinnen. Zugleich bilden sich unterschiedliche Str\u00f6mungen heraus. Bald wird die Frage, was \u00fcberhaupt Neoliberalismus ist, gar nicht mehr so einfach zu beantworten sein.<\/p>\n<p>Zur welthistorischen Z\u00e4sur werden die 70er-Jahre. Mit steigender Arbeitslosigkeit und Inflation in den westlich-kapitalistischen L\u00e4ndern wachsen die Zweifel an den wirtschaftspolitischen Konzepten des sozialstaatsfreundlichen Keynesianismus. Nach dem Putsch in Chile 1973 bekommen neoliberale \u00d6konomen die Chance, ihre Ideen einer radikal liberalisierten Marktwirtschaft in politische Praxis umzusetzen. 1979 gewinnt Margret Thatcher die Wahlen in Gro\u00dfbritannien und Ronald Reagan wird Pr\u00e4sident der USA. Es ist ein Durchbruch: Besonders die angels\u00e4chsische Spielart des Neoliberalismus gewinnt jetzt politisch an Bedeutung. Im Kampf gegen Inflation und Staatsverschuldung versprechen die neuen Liberalen Wohlstand und Wachstum durch Privatisierung von Staatseigentum, Liberalisierung von M\u00e4rkten und einer Eind\u00e4mmung von Gewerkschaftsmacht. Bald wird diese wirtschaftspolitische Philosophie global zur dominanten Str\u00f6mung an Universit\u00e4ten, in Wirtschaftsforschungsinstituten, Medien und Politik. Bis zur Weltfinanzkrise 2008. Sie markiert eine Z\u00e4sur. Der Neoliberalismus wird von einer breiten \u00d6ffentlichkeit in Frage gestellt. Und in Deutschland taucht mit der Bundestagswahl 2021 pl\u00f6tzlich die Frage auf: Gibt es eine Renaissance des Sozialliberalismus?<\/p>\n<h3>21:05 bis 22:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 NOWJazz: Familienbande \u2013 Verwandtschaftliche Kooperationen im Jazz<\/strong><\/h3>\n<p>Von Franziska Buhre. Ein musikalisches Elternhaus kann den Nachwuchs darin best\u00e4rken, selbst eine Laufbahn im Jazz anzustreben. Andererseits ist der Beruf Jazzmusiker*in nicht besonders familienfreundlich. Zudem m\u00fcssen sich Kinder ber\u00fchmter Jazzmusiker notorisch den Vergleich mit ihren Eltern gefallen lassen \u2013 ist das eine B\u00fcrde oder Ehre? Haben professionelle Musiker*innen die Karrieren ihrer Kinder im Jazz gef\u00f6rdert oder eher skeptisch betrachtet? Sind jazzende Geschwister ein seltenes Ph\u00e4nomen oder h\u00e4ufig anzutreffen? Die Sendung erkundet Familienbande quer durch Genres und die Jazzgeschichte.<\/p>\n<h3>21:30 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Alte Musik: Ein Flame in Florenz \u2013 Der Komponist Heinrich Isaac<\/strong><\/h3>\n<p>Von Helga Heyder-Sp\u00e4th (Wdh. v. 12.12.2017). \u201eQuis dabit capiti meo aquam \u2026?\u201c, \u201eWer wird meinem Haupt Wasser geben? Wer wird meinen Augen einen Tr\u00e4nenquell geben, so dass ich Tag und Nacht weine?\u201d Heinrich Isaac hatte allen Grund, 1492 dieses Trauergedicht auf den Tod des gro\u00dfen Lorenzo de Medici zu vertonen. Dieser ber\u00fchmte Medici-Spross, den alle Welt Il Magnifico nannte, war ein gro\u00dfer F\u00f6rderer des Flamen. Er hatte den jungen Isaac als einen der Cantori di S. Giovanni nach Florenz geholt. Auch wenn Isaac sp\u00e4ter als \u201eComponist und diener\u201c am Hof der Habsburger und damit vor allem n\u00f6rdlich der Alpen Karriere machte, blieb Florenz seine Wahlheimat. Dort starb er 1517. Heute ist dieser Ausnahmemusiker der Renaissance vielen nur noch dank seines Liedes \u201eInnsbruck, ich muss dich lassen\u201c bekannt. Zu Lebzeiten war er eine Ber\u00fchmtheit, hochgelobt wie Josquin des Prez, aber, so berichten Zeitgenossen, der liebensw\u00fcrdigere Mensch.<\/p>\n<h3>22:00 bis 23:00 | MDR Kultur<br \/>\n<strong>Das Geheimnis der menschlichen Stimme<\/strong><\/h3>\n<p>von Susann Krieger. Sie vermag zu beeindrucken, Langeweile zu verbreiten. Sie kann andere f\u00fcr sich einnehmen, abschrecken, sie kann manipulieren. Die menschliche Stimme ist vielf\u00e4ltig. Sie erlaubt uns einen unmittelbaren Zugang zu unserem Gegen\u00fcber. Die Stimme ist damit in der Alltagskommunikation eine entscheidende Quelle, aus der wir unsere Kenntnisse \u00fcber unsere Kommunikationspartner erhalten, sagt Walter Sendlmeier.<\/p>\n<p>Er ist Spezialist auf dem Fachgebiet m\u00fcndliche Kommunikation und untersucht an der TU Berlin die gesprochene Sprache in allen ihren Facetten. Hunderte von Stimmen \u2013 Alltagsstimmen \u2013 hat er erforscht und analysiert, in Studios aufgenommen, aus ihnen \u201egelesen\u201c, sie vermessen und ausgewertet. Was eine Stimme alles kann und sagt, wenn sie nach oben geht, die Worte schneller werden, die Sprache unverst\u00e4ndlich wird, oder die Stimme pl\u00f6tzlich ganz versagt.<\/p>\n<p>Mittlerweile gibt es Messger\u00e4te und Systeme, die anhand einer Stimme Pers\u00f6nlichkeiten, Emotionen und sogar Krankheiten herauslesen und erkennen. Die Polizei ermittelt unter anderem mit einer forensischen Spracherkennung und erstellt damit T\u00e4terprofile.<\/p>\n<p>Das Feature n\u00e4hert sich dem Geheimnis der menschlichen Stimme. Im Gespr\u00e4ch mit Expert*innen, im Zuh\u00f6ren von Stimmen, Stimmph\u00e4nomenen, Stimmger\u00e4uschen hinterfragt es Wirkung und Wechselwirkung unserer einzigartigen Stimme. (59 Min.). Regie: Ulf K\u00f6hler. Produktion: MDR 2021<\/p>\n<h3>22:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Historische Aufnahmen: Nicht nur f\u00fcr Kinder \u2013 Engelbert Humperdinck und sein M\u00e4rchen-Spiel \u201eH\u00e4nsel und Gretel\u201c<\/strong><\/h3>\n<p>Am Mikrofon: Klaus Gehrke. Ausgerechnet eine M\u00e4rchenoper hatte Engelbert Humperdinck, der vor 100 Jahren verstarb, zu Weltruhm verholfen; dabei liebte er insbesondere die Musikdramen von Richard Wagner. Die haben auf \u201eH\u00e4nsel und Gretel\u201d ebenso abgef\u00e4rbt wie bekannte volksliedhafte Melodien, die der Komponist auf anspruchsvolle und raffinierte Art und Weise verarbeitete. Vor allem ab der Adventszeit ist das explizit f\u00fcr Kinder gedachte St\u00fcck an vielen B\u00fchnen zu sehen und es bleibt ein idealer Einstieg in die wundersame Welt der Oper. Humperdinck selbst bezeichnete sein sp\u00e4tromantisches Werk einmal augenzwinkernd als \u201eKinderstubenweihfestspiel\u201c. Das an den Gebr\u00fcdern Grimm orientierte Libretto verfasste seine Schwester Adelheid Wette. Richard Strauss leitete die Weimarer Urauff\u00fchrung am 23. Dezember 1893.<\/p>\n<h3>23:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Doppelkopf Am Tisch mit Julia Hamari, \u201eMezzo-Meisterin\u201c<\/strong><\/h3>\n<p>Mehr als zwei Millionen wollten auf YouTube sehen und h\u00f6ren, wie Julia Hamari die Arie \u201eErbarme Dich, mein Gott\u201c aus der Matth\u00e4uspassion von Johann Sebastian Bach singt. Mit dieser Arie beginnt die Mezzosopranistin 1966 eine steile Karriere, die sie schnell als Oratorien-, Lied- und Operns\u00e4ngerin in alle Welt f\u00fchrt.<\/p>\n<h3>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>William Basinski: Der hypnotische Klang des Zerfalls \u2013 2021 revisited. <\/strong><\/h3>\n<p>Inspiriert von Brian Eno, Terry Riley und John Cage, fing der US-amerikanische Musiker William Basinski Ende der 1970er Jahre an, mit Bandmaschinen-Schleifen zu experimentieren. In seinen Loops verband er Klangfetzen aus dem Radio mit Klarinetten-, Saxophon- und Synthesizer-Kl\u00e4ngen. Erst mehr als 20 Jahre sp\u00e4ter sollte diese hypnotische Musik in Form der \u201eDisintegration Loops\u201c erstmals an die Welt\u00f6ffentlichkeit dringen. W\u00e4hrend er sein Bandarchiv digitalisierte, bemerkte der Musiker n\u00e4mlich den zunehmenden Zerfall der alten Schleifen, \u2013 und machte diesen zum zentralen Konzept. Obwohl er in seinen Werken seitdem unterschiedliche Ans\u00e4tze verfolgt: Das Loop, die endlose Wiederholung von Melodie-Miniaturen, bleibt bis heute ein roter Faden durch das Werk von William Basinski. Im Interview mit Stefan Trischler spricht er \u00fcber pr\u00e4gende Inspirationen, den auch sein Leben ma\u00dfgeblich ver\u00e4ndernden 11. September 2001 und seine relativ neue Liebe f\u00fcr serbische Folklore-Musik. Gestaltung: Stefan Trischler<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2 Concerto bavarese: Fr\u00e4nkische Komponisten Christoph W\u00fcnsch: \u201eZwischen Tag und Traum\u201c (Novalis Quartett); Rainer Pezolt: \u201eElegia metallica\u201c (Antje Gerlof, Fl\u00f6te; Anne-Kathrein Jordan, Klavier); Elke Tober-Vogt: <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/29-12-2021-der-radiotag\/\" class=\"more-link\">[&hellip;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","episode_type":"","audio_file":"","podmotor_file_id":"","podmotor_episode_id":"","cover_image":"","cover_image_id":"","duration":"","filesize":"","filesize_raw":"","date_recorded":"","explicit":"","block":"","itunes_episode_number":"","itunes_title":"","itunes_season_number":"","itunes_episode_type":"","Layout":"","footnotes":""},"categories":[136],"tags":[135],"class_list":["entry","author-hufner","post-3403","post","type-post","status-publish","format-standard","category-radio","tag-im-radio"],"cc_featured_image_caption":{"caption_text":"","source_text":"","source_url":""},"uagb_featured_image_src":{"full":false,"thumbnail":false,"medium":false,"medium_large":false,"large":false,"1536x1536":false,"2048x2048":false,"post-thumbnail":false,"stargazer-full":false},"uagb_author_info":{"display_name":"nmz","author_link":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/author\/hufner\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"00:10 bis 02:00 | Bayern 2 Concerto bavarese: Fr\u00e4nkische Komponisten Christoph W\u00fcnsch: \u201eZwischen Tag und Traum\u201c (Novalis Quartett); Rainer Pezolt: \u201eElegia metallica\u201c (Antje Gerlof, Fl\u00f6te; Anne-Kathrein Jordan, Klavier); Elke Tober-Vogt: [&hellip;]","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3403","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3403"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3403\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3404,"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3403\/revisions\/3404"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3403"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3403"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3403"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}