{"id":3409,"date":"2021-12-31T15:00:48","date_gmt":"2021-12-31T14:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/?p=3409"},"modified":"2024-07-05T11:04:53","modified_gmt":"2024-07-05T09:04:53","slug":"01-02-01-2022-das-radiowochenende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/01-02-01-2022-das-radiowochenende\/","title":{"rendered":"01.\/02.01.2022 \u2013 das radiowochenende"},"content":{"rendered":"<h3>00:08:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>(Fortsetzung) Harald Krassnitzer \u00fcber seine Faszination f\u00fcr den Jazz <\/strong><\/h3>\n<p>Gast in der \u00d61-Silvester-Jazznacht ist der bekennende Jazzfan Harald Krassnitzer. Der 1960 in Gr\u00f6dig bei Salzburg geborene Schauspieler ist seit Jahren als Tatort-Kommissar Moritz Eisner TV-bekannt. Im Gespr\u00e4ch mit Christian Bakonyi spricht Krassnitzer \u00fcber seine erfolgreiche Fernsehkarriere, auch in den Rollen als \u201eBergdoktor\u201c und \u201eWinzerk\u00f6nig\u201c, aber auch \u00fcber seine Theater-Engagements in St\u00fccken von Ibsen, D\u00fcrrenmatt, Schiller, Goethe und Grillparzer.<\/p>\n<p>In erster Linie gehen Harald Krassnitzer und Christian Bakonyi jedoch auf musikalische Spurensuche und versuchen in detektivischer Kleinarbeit die Faszination des Jazz zu ergr\u00fcnden. Die gemeinsam get\u00e4tigte Musikauswahl wird sie dabei auf die richtige F\u00e4hrte bringen, und nebenbei ein paar interessante Fragen zu Jazz, Blues und World Music beantworten. F\u00fcr musikalische Spannung ist auch im Weiteren gesorgt, denn in der Silvester-Jazznacht steht zudem mysteri\u00f6ser Krimi-Jazz auf dem Programm, von \u201eAnatomy of a Murder\u201c bis zu \u201eThe Untouchables\u201c.<\/p>\n<h3>03:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Jazz: Sounds f\u00fcr Sinne und Seele \u2013 Jazz und Rock zwischen Temperament und Innerlichkeit<\/strong><\/h3>\n<p>Am Mikrofon: Harald Rehmann. Die Stille nach dem letzten B\u00f6ller er\u00f6ffnet einen Raum f\u00fcr eine besondere Stimmung \u2013 zwischen Party-Nachklang und Reflexion. Dazu gibt es in der Extra-Ausgabe der Radionacht Jazz die passende Klangkulisse: f\u00fcr alle, die das Jahr mit ausgesuchten Kl\u00e4ngen aus Jazz, Rock und Fusion beginnen wollen. Groove-S\u00fcchtige kommen dabei ebenso auf ihre Kosten wie H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer, die Gespr\u00e4che \u00fcber Vergangenes und Zuk\u00fcnftiges f\u00fchren oder sich tiefgr\u00fcndiger Reflexion hingeben m\u00f6chten. Daf\u00fcr sorgt ein stilistisch breites Angebot aus sechs Jahrzehnten Musikgeschichte, darunter Titel von Blood, Sweat &amp; Tears, Joni Mitchell, Frank Zappa, Gentle Giant, Lyle Mays, Jeff Beck, Lina Nyberg, John McLaughlin, Volker Kriegel, Florian Ross, Stanley Clarke, Jon Hassell, Bill Evans, Snowpoet und Terje Rypdal.<\/p>\n<h3>14:00 bis 15:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Feature: \u201eEine nur ist sie f\u00fcr alle, doch siehet sie jeder verschieden\u201c | Von Wahrheit und Wahrhaftigkeit | Hans Joachim Simm<\/strong><\/h3>\n<p>\u201eWas ist Wahrheit?\u201c hat Pilatus gefragt, eine Antwort hat er nicht gegeben. Im engeren Sinn kann die Realit\u00e4t als wahr bezeichnet werden. Im Weiteren aber greift Wahrheit dar\u00fcber hinaus und umfasst auch die Deutung der Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Von der Idee des ethisch-moralischen Guten \u00fcber die nur Gott verf\u00fcgbare ewige Wahrheit bis zum idealistischen oder zum eher skeptischen F\u00fcrwahrhalten reichen die Auffassungen. Eine einfache Entgegensetzung von L\u00fcge und Wahrheit reicht nicht aus, um diese zu erkennen. Denn gelegentlich f\u00fchrt erst eine T\u00e4uschung zu dem, was sich in der Folge als wahr erweisen soll, wie es biblische Erz\u00e4hlungen, Mythen, Sagen und M\u00e4rchen berichten.<\/p>\n<p>Die best\u00e4ndige Suche nach Wahrheit aber formt Kultur und Zivilisation. \u201eWenn Gott\u201c, so Gotthold Ephraim Lessing, \u201ein seiner Rechten alle Wahrheit und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit, obschon mit dem Zusatze, mich immer und ewig zu irren, verschlossen hielte und spr\u00e4che zu mir: w\u00e4hle!<\/p>\n<p>Ich fiele ihm mit Demut in seine Linke und sagte: Vater vergib! die reine Wahrheit ist ja doch nur f\u00fcr dich allein!\u201c Vor allem der Literatur ist es vorbehalten, das Ringen um Wahrheit und Wahrhaftigkeit darzustellen, gerade wenn sie verschiedene Perspektiven zur Sprache bringt und Unterschiede rechtfertigt, wie Friedrich Schiller in einem Distichon schreibt: \u201eEine nur ist sie f\u00fcr alle, doch siehet sie jeder verschieden; \/ Dass es eines doch bleibt, macht das Verschiedene wahr.\u201c \u201eWer Gedanken hat, denkt auch zwischen den Widerspr\u00fcchen\u201c, hat Karl Kraus gesagt.<\/p>\n<h3>14:00 bis 15:00 | rbbKultur<br \/>\n<strong>Feature: Dominique, Du gehst nicht r\u00fcckw\u00e4rts \u2013 Die vergessenen Talente<\/strong><\/h3>\n<p>Von Dominique Wollniok; Mit KomponistIn: Mario Weise; O-TongeberIn: Anula Wollniok, Frank Wollniok, Waltraud Wollniok, Mariell Wollniok, Martin Schneider, Markus Westphal, Tobias Adam, Ludwig V\u00f6lker, Peter Krug, Christian Lukaschik<\/p>\n<p>Regie: Dominique Wollniok. Produktion: Koproduktion des Experimentellen Radios der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar mit dem rbb<\/p>\n<p>Die Begeisterung f\u00fcr ein Hobby kann dazu f\u00fchren, dass wir unseren Job k\u00fcndigen oder die \u200eSchule schw\u00e4nzen. Und doch treffen wir \u00f6fter unter dem Druck des Alltags pragmatische Entscheidungen: \u200eWir fangen an zu studieren, ziehen in eine andere Stadt und pl\u00f6tzlich ist keine Zeit mehr f\u00fcr den Fu\u00dfballverein. \u200eUnsere Leidenschaft ger\u00e4t in Vergessenheit. F\u00fcr ihr Feature n\u00e4hert sich Dominique Wollniok Menschen, die in ihrer Vergangenheit Modell-Flugzeuge gebaut, mit Elektrobauteilen hantiert oder ununterbrochen auf dem Fahrrad Tricks ge\u00fcbt haben. Sie w\u00fchlt mit ihnen in Kisten und Kellerr\u00e4umen nach Dingen,\u200e die ihre Erinnerungen anregen, und fragt: \u201eWarum hast Du damit aufgeh\u00f6rt?\u201c<\/p>\n<h3>15:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Corso: Spezial PopCamp \u2013 Meisterkurs f\u00fcr Popularmusik \u2013 Jahrgang 2021<\/strong><\/h3>\n<p>Von Helene Nikita Schreiner. Der Ort Wolfenb\u00fcttel in Niedersachen ist nicht unbedingt als Schmiede f\u00fcr junge Popmusikerinnen und Popmusiker bekannt. Aber selbst Kanye West produziert Songs am liebsten zur\u00fcckgezogen auf seiner Farm. Denn Abgeschiedenheit gibt einem auch immer die M\u00f6glichkeit sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Das war im diesj\u00e4hrigen PopCamp, eine Nachwuchsf\u00f6rderung des Deutschen Musikrats, ganz gewiss ein Nutzen des Exils: Den eigenen Songs den letzten Feinschliff zu geben. F\u00fcnf Bands und Projekte wurden 2021 ausgew\u00e4hlt, um ihr Talent auf das n\u00e4chste Level zu bringen. Anoki, ein Hip-Hop-K\u00fcnstler aus Berlin, die Band Engin, die deutsche und t\u00fcrkische Sounds fusioniert, WEZN, emotionaler Elektro-Pop aus Hannover, Folk-Pop von Karo Lynn aus Leipzig und Alternative Pop von Tilman aus Bad Neustadt. Wie wird man Popstar? N\u00fctzliche Tricks und Hinweise verraten die Bands und Coaches im \u201eCorso-Spezial\u201c.<\/p>\n<h3>16:05 bis 17:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazztime: Porgy And Bess \u2013 Ein legend\u00e4res Album von Miles Davis<\/strong><\/h3>\n<p>von Hans-J\u00fcrgen Schaal. \u201eEr ist der beste Arrangeur, den ich kenne\u201c, sagte der Trompeter Miles Davis \u00fcber Gil Evans. Ihre Freundschaft begann 1947 \u2013 damals war Miles noch im Bebop-Quintett von Charlie Parker, und Gil Evans arrangierte f\u00fcr das Swing-Orchester von Claude Thornhill. Aus der Kooperation der beiden entstanden von 1957 bis 1963 vier bedeutende Alben f\u00fcr Columbia. Eines davon war \u201ePorgy And Bess\u201c, eine innovative Umdeutung der Melodien der Gershwin-Oper. Die individuelle Trompetenstimme von Miles Davis trifft auf die brillanten Orchestervisionen von Gil Evans.<\/p>\n<h3>20.04 | WDR 3<br \/>\n<strong>Cologne Jazzweek<\/strong><\/h3>\n<p>Wir pr\u00e4sentieren Highlights des neuen Festivals Cologne Jazzweek, darunter Konzerte von <strong>Nils Wogram, Angelika Niescier<\/strong> und <strong>Abel Selaocoe<\/strong>.<\/p>\n<p>Die Cologne Jazzweek feierte die nach Coronapause lang erwartete Premiere im Sommer 2021. Das Festival lieferte und pr\u00e4sentierte hochkar\u00e4tigen G\u00e4ste aus NRW, Deutschland und internationalen Szenen. Darunter die Altsaxofonistin Angelika Niescier, die in ihrem Quintett den britischen Saxofonisten Soweto Kinch dabei hatte, derzeit einer der angesagtesten Musiker der Szene. Posaunist Nils Wogram stellte seine Band Roots 70 mit Streicherbegleitung vor. Eine weitere spannende Begegnung fand zwischen dem s\u00fcdafrikanischen Cellisten Abel Salaocoe und dem Manchester Collective statt. Eine Hommage kam vom Pianisten Pablo Held und S\u00e4ngerin Norma Winstone. Sie erinnerten an John Taylor. Der britischer Pianist war bis zum Sommer 2007 Professor f\u00fcr Jazz-Piano an der Hochschule f\u00fcr Musik und Tanz K\u00f6ln, wo diese Verneigung aber auch weitere Konzerte der Cologne Jazzweek stattfanden.<\/p>\n<p>Nils Wogram Root 70 &amp; Strings \/ Peter Evans \u201eBeing and Becoming\u201c \/ Pablo Held \/ Norma Winstone: John Taylor Rememberance \/ Abel Selaocoe + Manchester Collective \/ Angelika Niescier Quintett. Aufnahmen aus dem Stadtgarten und der Hochschule f\u00fcr Musik und Tanz K\u00f6ln<\/p>\n<h3>22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Atelier neuer Musik: Was ist neue Musik f\u00fcr mich? Junge Perspektiven auf neue Musik<\/strong><\/h3>\n<p>Von Thilo Braun, Maria Gnann, Marie K\u00f6nig, Jonas Zerweck. Seit mehr als einem halben Jahrhundert reflektiert der K\u00f6lner Deutschlandfunk zeitgen\u00f6ssische Musik. Politisch und kulturell hat sich die Welt in diesen Jahrzehnten kr\u00e4ftig gewandelt \u2013 ebenso hat sich das gegenw\u00e4rtige Komponieren weltweit weiterentwickelt. Die Fachredaktion Neue Musik hat dies dokumentiert, gef\u00f6rdert und produziert \u2013 sie hat ihrerseits Themen gesetzt und zahlreiche neue Arbeiten initiiert. 60 Jahre nach dem Deutschlandfunk-Sendestart fragen sich vier junge Musikjournalistinnen und -journalisten: Was ist f\u00fcr mich neue Musik? Was kann und will Kunstmusik heute? Es geht den Autorinnen und Autoren um ihre pers\u00f6nlichen Blickwinkel als Medienschaffende, um f\u00fcr sie zentrale Figuren und Ensembles, um Potenziale f\u00fcr die kommenden Jahre. Um sich \u00fcber all das auszutauschen, w\u00e4hlen sie die Form eines Gedankenspiels.<\/p>\n<h3>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Studio Akustische Kunst<\/strong><\/h3>\n<p>Kaum sind die Silvesterkracher verhallt, h\u00f6ren wir wieder das leisere Ticken der Uhren und ahnen, dass auch das Jahr 2022 verg\u00e4nglich ist. Ilka Geyer pr\u00e4sentiert Variationen \u00fcber den Sound der Zeit vom Berliner Komponisten Andreas Bick.<\/p>\n<p>Unbemerkt geht in den letzten Dekaden eine \u00c4ra der Zeitmessung zu Ende, die von der Erfindung der ersten Sonnen- und Wasseruhren hin zur Atomuhr f\u00fchrte. Durch das Messen der Zeit anhand der Oszillation eines C\u00e4sium-Atoms ist die Zeitmessung in gewisser Weise zu ihrem Ursprung zur\u00fcckgekehrt, dem Ablesen der Zeit anhand nat\u00fcrlicher Prozesse. In \u201eChronostasis\u201c hinterfragt Andreas Bick unser Zeitempfinden. Der Begriff meint die Eigenschaft des Gehirns, Augenblicke subjektiv verl\u00e4ngern zu k\u00f6nnen. Wenn man etwa auf eine Uhr sieht, erscheint die erste Sekunde ausgedehnter als die folgenden. Bick sp\u00fcrt der Aufl\u00f6sung der Zeit nach. \u201eChronostasis\u201c setzt der Klangwelt der inzwischen aus unserem Alltag verschwundenen Uhrwerke ein Denkmal und f\u00fchrt Uromas Pendeluhr in unsere technologische und synchronisierte Jetztzeit, in der Zeitmanagement alles und das Gef\u00fchl des Zeitmangels allgegenw\u00e4rtig ist. Das H\u00f6rst\u00fcck \u201eChronostasis\u201c stemmt sich gegen das unerbittliche Fortschreiten der Zeit, indem es ihren Klang entmaterialisiert.<\/p>\n<p>Andreas Bick, geboren 1964, Komponist von Filmmusik und Audio-Art-H\u00f6rst\u00fccken. Toningenieur und Musikproduzent. Lebt in Berlin. WDR Prix Ars Acustica 2001 f\u00fcr \u201eDripping\u201c. \u201eChronostasis\u201c wurde bei den New York Festivals 2009 mit einer Silver World Medal ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Chronostasis \u2013 Von Andreas Bick \u2013 Realisation: der Autor \u2013 Produktion: WDR 2009<\/p>\n<h3>23:05 bis 02:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Lange Nacht: Irdische Transzendenz \u2013 Eine Lange Nacht zum 75. Geburtstag von Patti Smith<\/strong><\/h3>\n<p>Von Michael Frank. Regie: Jan Tengeler. Patti Smith wuchs in einer kleinen Stadt im l\u00e4ndlichen S\u00fcden New Jerseys auf. Als Kind schon mit viel Fantasie begabt, erfand sie f\u00fcr ihre j\u00fcngeren Geschwister Geschichten. In der Pubert\u00e4t entdeckte sie die Welt der bildenden Kunst f\u00fcr sich, zeichnete und schrieb Gedichte. Au\u00dferdem tanzte sie leidenschaftlich gern zur Musik von James Brown, den Shirelles oder Hank Ballard and the Midnighters. Mit 19 Jahren kam sie fast mittellos nach New York. Inspiriert von so unterschiedlichen Autoren wie Arthur Rimbaud, William Burroughs und Jim Morrison entwickelte Patti Smith dort Anfang der 70er-Jahre eine ganz eigene, charismatische Art, ihre mitunter provokanten Gedichte zusammen mit musikalischer Begleitung zu rezitieren. Als Ende des Jahres 1975 ihr erstes Album \u201eHorses\u201c erschien, waren daraus Songs und oft improvisierte Textdeklamationen geworden, die von einer lautstarken und furchtlosen Rockband um den Musikjournalisten und Gitarristen Lenny Kaye getragen wurden. Vier Jahre sp\u00e4ter endete diese Phase ihrer Karriere. Sie heiratete, zog sich mit ihrem Ehemann Fred \u201eSonic\u201c Smith in einen Vorort von Detroit zur\u00fcck und k\u00fcmmerte sich mit ihm bis zu dessen fr\u00fchen Tod 1994 vor allem um die Erziehung ihrer beiden Kinder. Seit ihrer R\u00fcckkehr als Musikerin 1995 erschienen neben Gedichtb\u00e4nden und neuen Platten mehrere autobiografisch gepr\u00e4gte B\u00fccher, in denen sie u.a. ihre gemeinsame Zeit mit dem K\u00fcnstler und Fotografen Robert Mapplethorpe Anfang der 70er-Jahre beschreibt. Patti Smith hat 2020 den internationalen Beethoven-Preis f\u00fcr Menschenrechte erhalten. Sie gibt bis heute weltweit Konzerte und arbeitet immer weiter an ihrer vielf\u00e4ltigen Kunst.<\/p>\n<h3>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Musik der Welt: Basar \u2013 Aktuelles aus der Szene mit Susanne Schmerda<\/strong><\/h3>\n<p>Dialog der Kulturen \u2013 Aktuelle Projekte des Goethe-Instituts. Julia H\u00fclsmann &amp; Ensemble in Taschkent\/Usbekistan. Vorgestellt von Uta Sailer<\/p>\n<p>Auf zu neuen Ufern im ersten \u201eBasar\u201c des neuen Jahres! Drei gerade erschienene Alben versprechen aufregende Musikbegegnungen: Mit dem franko-katalanischen Kontrabassisten Renaud Garc\u00eda-Fons und seiner Erkundung der Saiteninstrumente durch Mittelmeer und Nahen Osten \u2013 \u201eLe Souffle des Cordes\u201c \u2013 \u201eDer Atem der Saiten\u201c hei\u00dft seine neue CD mit ebenso ausgefallenen wie ambitionierten Arrangements von der t\u00fcrkischen Kemence bis zur spanischen Flamencogitarre. Und dann nimmt uns die \u201eGrande Dame des Akkordeons\u201c Lydie Auvray noch mit auf einen Spaziergang durchs winterliche Paris und der griechische Gitarren-Virtuose Nikos Tsiachris feiert zusammen mit Gastmusikern den Tanz und das Leben.<\/p>\n<p>Und wir blicken in unserem neuen Format \u201eDialog der Kulturen \u2013 Aktuelle Projekte des Goethe-Instituts\u201c diesmal nach Taschkent zum Theater Ilkhom. Dort hat im September vergangenen Jahres das \u201eOmnibus-Ensemble\u201c, das einzige Ensemble f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Musik in Usbekistan, auf Anregung des dortigen Goethe-Instituts zusammen mit der renommierten Jazzmusikerin Julia H\u00fclsmann und ihrem Quartett ein Konzert gegeben. Ein inspirierendes Aufeinandertreffen von Jazz und Moderne, verbunden mit Elementen traditioneller Musik aus Usbekistan. Wegen der Covid 19-Pandemie hatten beide Ensembles schon vor ihrem gemeinsamen Auftritt in Taschkent online zusammen gearbeitet, sich gegenseitig Kompositionen geschickt und dann mit ihnen weiter gearbeitet. Ein hoch kreativer, k\u00fcnstlerischer Prozess, getragen von Offenheit, Neugier und Respekt.<\/p>\n<p>Wie genau diese Koproduktion gelaufen ist, wie die Kulturszene in Usbekistan aufgestellt ist und was es mit dem Lazgi-Tanz auf sich hat, der letztes Jahr ins immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde, dar\u00fcber hat BR-KLASSIK-Moderatorin Uta Sailer mit dem Pianisten und Komponisten Sanjar Nafikov, der Jazzpianistin Julia H\u00fclsmann, mit Jan Helfer, dem Leiter des Goethe-Instituts in Usbekistan, und mit der T\u00e4nzerin Gavkhar Matyokubova gesprochen.<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc90898104\"><\/a><\/h2>\n<hr \/>\n<h2><a name=\"_Toc90898104\"><\/a>so \u2013 02.01.2022<\/h2>\n<hr \/>\n<h3>16:30 bis 17:00 | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Kalter intelligenter Krieg \u2013 Wie Algorithmen die geostrategische Lage ver\u00e4ndern<\/strong><\/h3>\n<p>Von Thomas Reintjes. Die USA sehen sich im Wettbewerb mit China im Hintertreffen, wenn es um K\u00fcnstliche Intelligenz in der Sicherheits- und Milit\u00e4rtechnik geht. Mit massiven Investitionen soll gegengesteuert werden. Weltweit nutzen Milit\u00e4rs schon heute KI in Waffensystemen und f\u00fcr die strategische Planung sowie zur Spionage. Gleichzeitig werden Cyberwars ausgetragen, bei denen Gesellschaften mit Falschinformationen angegriffen und kritische Infrastrukturen lahmgelegt werden. Die Verabschiedung und Umsetzung von Normen f\u00fcr den Einsatz der Technik scheint dagegen langsamer voran zu kommen.<\/p>\n<p>Wie kann konkrete Innovation gegen oft abstrakte Gefahren abgewogen werden? Die Kontrolle von KI gilt als schwierig. Es ist unklar, wie sich unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen lie\u00dfe, ob ein Waffensystem zuk\u00fcnftigen Regeln f\u00fcr den ethischen Einsatz von KI entspricht, ohne die geheime Funktionsweise des Waffensystems offenzulegen. Das Feature zeigt auf, wie sich Abschreckungs- und Bedrohungspotenziale global durch KI verschieben k\u00f6nnen und wie es um die internationale Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Technik sowie bei ihrer Regulierung bestellt ist.<\/p>\n<h3>18:00 bis 19:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Feature | Sternenkind | Das kurze Leben der Lilli Leon | Karla Krause<\/strong><\/h3>\n<p>Kathrin freut sich auf ihr Baby. Doch wenig sp\u00e4ter der Schock: Die \u00c4rzte sind sich sind sich einig: Das Kind hat das Turnersyndrom, schwerste Herz- und Nierensch\u00e4den. Kathrins und Walters Kind, sie nennen es Lilli,\u00a0 wird\u00a0 die n\u00e4chsten Wochen der Schwangerschaft nicht \u00fcberstehen. Aber Lilli stirbt nicht, w\u00e4chst weiter in Kathrins Bauch heran.<\/p>\n<p>\u00dcber ihr Tagebuch beginnt die junge Frau eine Zwiesprache mit ihrem Kind. Soll sie der Natur ihren Lauf lassen, das kranke Kind in ihrem Bauch beherbergen, bis es sich von selbst verabschiedet?\u00a0 Soll sie Lillis Leiden \u2013 und ihr eigenes \u2013 durch eine Abtreibung\u00a0 abk\u00fcrzen? Und was, wenn das Kind die Schwangerschaft doch durchh\u00e4lt, zur Welt kommt, dahinvegetiert?<\/p>\n<p>Das Feature folgt den dramatischen Monaten einer Schwangerschaft mit einem behinderten Kind und verdeutlicht das Dilemma einer pr\u00e4natalen Medizin, die immer genauer diagnostizieren, aber nicht therapieren kann.<\/p>\n<h3>19:31 bis 20:00 | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz: El Rey, King of the Mambo \u2013 Der Perkussionist Tito Puente<\/strong><\/h3>\n<p>Von Gerd Filtgen. Packende Themen und brodelnde Rhythmen bestimmen den Sound des Latin-Jazz. In diesem Genre geh\u00f6rt der in New York geborene, aus einer puertorikanischen Familie stammende Tito Puente (1923 \u2013 2000) zu den bekanntesten Musikern. Mit der Timbales, aber auch mit diversen anderen Trommeln und Perkussionsinstrumenten verlieh er seinen Orchestern in Mambos, Rumbas und Salsas einen unverwechselbaren Groove. Den brachte er auch als Sideman ein, u. a. in die Woody Herman Big Band, sowie in einige Bop-Combos. Auch als Komponist war Tito Puente \u00e4u\u00dferst erfolgreich. Sein \u201eOye Como Va\u201c st\u00fcrmte in einer Version des Rock-Gitarristen Carlos Santana die Charts.<\/p>\n<h3>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Studio Neue Musik: Fehlstart<\/strong><\/h3>\n<p>Der klassische \u201eTippfelher\u201c (so wie hier) stirbt aus. Meist greift sofort eine unsichtbare Hand ein, die den Schaden behebt. Dieses Wechselspiel zwischen Ausrutscher und Fangnetz dr\u00fcckt sich auch in vielen Werken der Neuen Musik aus. Absichtsvoll, als Teil einer kompositorischen Poetik. Oder durch andere Umst\u00e4nde.<\/p>\n<p>In Sebastian Clarens Fehlstart (Detail) bestimmen das Loslaufen und der Abbruch die kleinteilige musikalische Struktur. Colin Matthews dagegen wollte einen Klassiker endlich ans Ziel f\u00fchren: F\u00fcr die Planeten von Gustav Holst hatte er den noch fehlenden Pluto komponiert. Neuere Erkenntnisse allerdings lie\u00dfen das Werk, zumindest aus Sicht der Astronomie, seinerseits schnell veralten. Konsequent ist da Annesley Black: Ein auf politische Verh\u00e4ltnisse in Afrika bezogenes Orchesterwerk, das sie 2012 fertigstellte, bezeichnet sie selbst vorsorglich als \u201efalsche Darstellung\u201c. \u201eFehler muss man Fehler nennen\u201c. Das k\u00f6nnte auch die Maxime von Tom Johnson sein: In Failing f\u00fcr Kontrabass darf der Interpret selbst w\u00e4hrend des Spielens erkl\u00e4ren, dass gleich nach aller Wahrscheinlichkeit etwas daneben gehen wird.<\/p>\n<p><strong>Sebastian Claren<\/strong>: Fehlstart (Detail) f\u00fcr 6 Instrumente; ensemble mosaik, Leitung: Enno Poppe | <strong>Annesley Black<\/strong>: misinterpreting the 2008 south sudanese budget reform for the orchestra; hr-Sinfonieorchester, Leitung: David Robert Coleman | <strong>Colin Matthews<\/strong>: Pluto, The Renewer; Berliner Philharmoniker, Leitung: Simon Rattle | <strong>Tom Johnson<\/strong>: Failing, A Very Difficult Piece for Solo String Bass f\u00fcr sprechenden Kontrabassisten; Robert Black<\/p>\n<h3>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Musik der Welt: Aufbruch im Idyll \u2013 Volksmusikalische Traditionen aus der s\u00fcdnorwegischen Telemark<\/strong><\/h3>\n<p>Von Jens-Peter M\u00fcller. Die Region Telemark ist nicht nur die Wiege des Skisports, sondern auch eine wahre musikalische Schatzkammer. Norwegen ist eines der L\u00e4nder in Europa, in dem bedingt durch teilweise dramatische Berg- und Fjordlandschaften jahrhundertealte Traditionen ungebrochen bis in die Gegenwart fortgef\u00fchrt worden sind. Die Telemark kann besonders stolz auf eine enorme Vielfalt an instrumentalen und vokalen Stilen und eine lebendige Musikszene sein. Einige der bekanntesten Spieler des norwegischen Nationalinstrumentes, der Hardangergeige, stammen aus der Telemark. Virtuosen wie Lars Fykerud brachten es in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts mit Tourneen in Europa und den USA zu internationalem Ruhm und einem betr\u00e4chtlichen Verm\u00f6gen. Dieses reiche Erbe wird seit den 1980er Jahren von den jungen Musikergenerationen mit Respekt \u2013 und Mut zu Auseinandersetzungen mit konservativen Kreisen \u2013 erfolgreich weiterentwickelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>00:08:00 | \u00d61 (Fortsetzung) Harald Krassnitzer \u00fcber seine Faszination f\u00fcr den Jazz Gast in der \u00d61-Silvester-Jazznacht ist der bekennende Jazzfan Harald Krassnitzer. Der 1960 in Gr\u00f6dig bei Salzburg geborene Schauspieler <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/01-02-01-2022-das-radiowochenende\/\" class=\"more-link\">[&hellip;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","episode_type":"","audio_file":"","podmotor_file_id":"","podmotor_episode_id":"","cover_image":"","cover_image_id":"","duration":"","filesize":"","filesize_raw":"","date_recorded":"","explicit":"","block":"","itunes_episode_number":"","itunes_title":"","itunes_season_number":"","itunes_episode_type":"","Layout":"","footnotes":""},"categories":[136],"tags":[135],"class_list":["entry","author-hufner","post-3409","post","type-post","status-publish","format-standard","category-radio","tag-im-radio"],"cc_featured_image_caption":{"caption_text":"","source_text":"","source_url":""},"uagb_featured_image_src":{"full":false,"thumbnail":false,"medium":false,"medium_large":false,"large":false,"1536x1536":false,"2048x2048":false,"post-thumbnail":false,"stargazer-full":false},"uagb_author_info":{"display_name":"nmz","author_link":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/author\/hufner\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"00:08:00 | \u00d61 (Fortsetzung) Harald Krassnitzer \u00fcber seine Faszination f\u00fcr den Jazz Gast in der \u00d61-Silvester-Jazznacht ist der bekennende Jazzfan Harald Krassnitzer. Der 1960 in Gr\u00f6dig bei Salzburg geborene Schauspieler [&hellip;]","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3409","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3409"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3409\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3410,"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3409\/revisions\/3410"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3409"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3409"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3409"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}