Newsletter der nmz 70 Jahre

Sehr geehrte Newsletterabonnentinnen und -abonnenten,

ja wo bleibt er denn, ja wo bleibt er denn, der Newsletter der nmz? Hier ist er mal am Dienstag. Und damit wird auch in Zukunft zu rechnen sein. Mal Montag, mal Dienstag, mal Donnerstag, mal Freitag, mal ab 11 Uhr, mal ab 14 Uhr. Wir müssen da flexibel bleiben, je nachdem, wie es die Lage im Musikleben erfordert. Gestern hätten wir noch nicht melden können, dass heute bekanntgegeben worden ist, wer denn den Ernst von Siemens Musikpreis bekommt. Wer es ist, lesen Sie hier.

Gestern hätten wir auch noch nicht den aufregenden Debattenbeitrag von Moritz Eggert zum Thema Diversität im Musikleben und ihre Grenzen vorstellen können, der bereits in den sozialen Netzen einige nicht unerwarteten Beißreflexe ausgelöst hat, aber auch Zustimmung erfahren hat. Ein Thema für die nächsten Tage, Wochen, Monate, Jahre …?

Gestern hätten wir auch noch nicht auf den detaillierten Bericht des Besuchs unseres Chefredakteurs bei Sparks & Visions“, einem neuen Jazzfestival in Regensburg, hinweisen können.

Michael Kube untersucht in dieser Woche in der HörBar Aufnahmen zum Schwerpunkt vierhändig“.

Und lassen Sie mich in eigener Sache fragen: Letzte Woche haben wir auf eine Meldung hingewiesen zur Problematik, Steuerpflicht für Stipendien bei Bundesprogrammen von NEUSTART KULTUR. Kennen Sie Personen, die das Thema betrifft? Ich möchte mich in der nächsten Ausgabe der nmz mit dem Thema befassen. Sie können sich auch gerne anonym an mich wenden, oder mit pgp-Verschlüsselung. Vertraulichkeit ist selbstverständlich. Mail an m.hufner@nmz.de PGP über diesen Link.

Morgen geht es weiter mit den ersten Texten aus der Februar-Ausgabe der nmz und einem neuen Fortbildungskalender für das Jahr 2023.


Komponist George Benjamin erhält Ernst von Siemens Musikpreis

München - Solche Geschenke gibt es nicht oft zum Geburtstag: Der britische Komponist George Benjamin erhält den Ernst von Siemens Musikpreis. Hohe Ehren für den berühmten Komponisten und Dirigenten, der just am Dienstag 63 Jahre alt wird. Weiterlesen

Die unüberwindlichen Grenzen der Diversität

Warum bekomme ich inzwischen in jedem Supermarkt glutenfreie und vegane Spezialprodukte, die wir uns früher nicht hätten erträumen können, im Radio laufen aber immer nur Songs, die möglichst vielen gefallen müssen? Wäre es nicht sogar Pflicht, dass es auch für Vielfalt in der Musik einen Platz gibt, wenn man den Begriff „Diversität“ ernst nimmt? Moritz Eggert zur Diskussion.


KRITIK

Sternstunde des Musiktheaters: Giuseppe Verdis „Simon Boccanegra“ an der Deutschen Oper Berlin

Giuseppe Verdi hatte die Oper „Simon Boccanegra“ für das Teatro La Fenice komponiert, wo sie 1857 uraufgeführt wurde. Am 29.01 2023 ging an der Deut­schen Oper Berlin die Premiere einer Neuinszenierung über die Bühne, die der international gefragte, junge Regisseur Vasily Barkhatov (er wurde 1983 in Moskau geboren) und der italienische Dirigent Jader Bignamini (der 47-Jährige ist Chefdirigent des Detroit Symphony Orchestra) verantworten. Die Produktion des jungen Teams wurde zu einer Sternstunde des Musiktheaters. Weiterlesen

Krach im Treppenhaus – An der Oper Leipzig lässt „Don Giovanni“ im eigenen Miethaus die Puppen tanzen

Bevor der erste Ton zur dritten Vorstellung des neuen Leipziger „Don Giovanni“ erklingt, eine gute Nachricht: Das Haus ist so gut wie ausverkauft. Und man sieht erstaunlich viele junge Gesichter im Publikum. Zumindest bei Mozart und seiner Oper der Opern ist nichts von postpandemischer Publikumsverweigerung zu spüren. Weiterlesen

Erwischt auf dem Holodeck – Richard Wagners Tristan und Isolde am Staatstheater Cottbus

Dass man den verdeckten Graben im Bayreuther Festspielhaus gleichsam mitdirigieren kann, hat Christian Thielemann gerade an der Berliner Lindenoper – vor allem mit dem „Rheingold“ – beispielhaft demonstriert. Was gerade für Wagners Non-plus-ultra Oper „Tristan und Isolde“ eine gute Idee wäre, wenn man denn testen wollte, ob es stimmt, dass eine vollkommen gelungene Aufführung, den Zuhörern wirklich den Verstand rauben könnte, wie Wagner selbst etwas kokett von seinem Tristanopus mit dem ihm eigenen Selbstbewusstsein behauptete. Ein suggestiver Klangrausch mit Risiken und Nebenwirkungen ist es allemal. Auch in einem „normalen“ Stadttheater mit oben offenem Orchestergraben. Weiterlesen

Die Satire beißt nicht – Die Dresdner Militär-Offenbachiade neu einstudiert im Münchner Gärtnerplatztheater

Diesmal mokieren wir uns über den Krieg, und der Krieg steht vor unseren Toren“ notierte Librettist Ludovic Halévy 1867 in sein Tagebuch, im Umfeld der Uraufführung von Jacques Offenbachs „Die Großherzogin von Gerolstein“. 1866 hatte Bismarcks Preußen Österreich aus der deutschen Frage gedrängt. 1870 begann der fatale Deutsch-Französische Krieg. Jetzt, 2023, herrscht Krieg – geografisch und medial nahe gerückt – schwere Zeiten für die Satire… Weiterlesen

Sparks & Visions“ – internationales Jazz-Festival im Theater Regensburg

Das meteorologisch meist trübe und tendenziell eher konzertarme Januar-Ende mit jazzigem Funkenflug und visionären Formationen aufpeppen: Mit dieser guten Idee hat es Managerin und Bookerin Anastasia Wolkenstein geschafft, Sponsoren und Kooperationspartner in Regensburg zu gewinnen und ein hochkarätiges Wochenendfestival auf die Beine zu stellen. „Sparks & Visions“ bot an drei Abenden je drei gut einstündige Konzerte im gediegenen Ambiente des klassizistischen Theaters. Juan Martin Koch war dabei.


Michael Kubes HörBar Nr. 76: vierhändig

Jan Ladislav Dussek

Dussek gewinnt damit auch vierhändig wieder an Präsenz – zumal mit solch bezaubernden, sich auf die Eigenart der Musik einlassenden Interpretationen wie vom Duo Pleyel. Es macht auch seinem Namensgeber Ehre, hier auf einem Instrument aus der Pariser Werkstatt von 1848.

Tournament for Twenty Fingers

Ein Album, dass die ästhetische Zerrissenheit des 20. Jahrhunderts ganz unprätentiös vierhändig auf einem oder zwei Flügeln dokumentiert. Denn wo einst andernorts radikale Avantgardismen proklamiert wurden, gab es (zumal in Großbritannien) Komponisten, die die Brücken in die Vergangenheit nicht einrissen, sondern über diese mit gutem Gepäck und sehenden Auges in die Zukunft gingen.


Aus der JazzZeitung


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Martin Hufner

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