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Mädchen im Knabenchor. Ein Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts hat vor einiger Zeit Schlagzeilen gemacht. In der aktuellen nmz hat sich Martin Hufner noch einmal in einem Nachschlag mit dem Fall befasst.Gestern kam dann die Meldung, dass der Thomanerchor Leipzig theoretisch seine Pforten auch für Mädchenstimmen öffnen will und man auch Mädchen zum Vorsingen einladen möchte, wenn das Klangbild des Mädchens einer Knabenstimme entspreche.

Zu Mädchenrechten im Allgemeinen twittert der Berliner Mädchenchor: „Ganz Chor für #Mädchenrechte“ Benefizkonzert für #UNICEF, Sa. 28. Sept. 19 Uhr, #Parochialkirche, Klosterstr. 67, 10179 Berlin-Mitte – Eintritt frei, um Spende für @unicefberlin (@UNICEFgermany)-Projekt in Albanien @AlEmbGermany wird gebeten.” Das Herzstück des Konzertprogramms bildet eine Kollektivkomposition der Chormädchen. „Die Strophen des Stücks beschreiben die Schicksale von Mädchen, die Opfer von Mädchenhandel, Zwangsheirat oder Kinderarbeit waren. Der Refrain beinhaltet das Recht auf Bildung und Selbstbestimmung. Die Choreografie unterstreicht die Musik“, so Sabine Wüsthoff, die künstlerische Leitung des Berliner Mädchenchors. Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es auf des Website des Berliner Mädchenchores

Klang und Diskriminierung – Nachschlag 2019/09

Kürzlich hatte ein Berliner Verwaltungsgericht darüber zu befinden, ob auch ein Mädchen in einen Knabenchor aufgenommen werden müsse. Dabei ging es um den Staats- und Domchor zu Berlin, einen Knabenchor. Der Chor lehnte das Mädchen nach einem Vorsingen ab. Die Mutter des neun Jahre alten Mädchens, das schon auf allerlei Erfahrung in anderen Chören verweisen kann, mutmaßte, hier werde ihre Tochter diskriminiert und da sie zugleich Rechtsanwältin ist, reichte sie für ihre Tochter die Klage bei einem Verwaltungsgericht ein. (Zum Nachschlag)

Knabenchor-Urteil: Klangbild entscheidet über Nachwuchs

Der Thomanerchor entscheidet auch weiterhin ausschließlich nach künstlerischen Gesichtspunkten über die Aufnahme des Chor-Nachwuchses. In dem seit einigen Monaten in der Öffentlichkeit diskutierten Fall einer Berliner Rechtsanwältin und ihrer Tochter hat der Thomaskantor auf Grundlage des Urteils der Berliner Verwaltungsgerichts entschieden, das junge Mädchen zum Vorsingen einzuladen. (Zur Meldung)

Link-Tipps 2019/09 – PODIUM Esslingen Podcast | Lass uns über Klassik reden | Lauschzeichen

Die Moden im Netz wandeln sich stetig. Vorgestern waren Blogs das große Ding, dann kam Snapchat, es wird getwittert was das Zeug hält. Manches bleibt – zum Beispiel Blogs, manches kommt – zum Beispiel Podcasts. Die Tipps.

Was sonst noch wichtig war oder wird …

Apropos: Kultur in der EU

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, geht auf darauf ein, dass es in der EU keine ausgewiesene Kommissarin für dieses Thema gibt. Auf Twitter schreibt er: “EU-Kommission ohne #Kultur? Das ist ein großer Fehler aber folgerichtig! Ändern können das nur die EU-Mitgliedsstaaten, besonders Deutschland, indem sie zulassen würden, dass die EU mehr Kulturförderung betreiben darf.” Die ausführliche Stellungnahme des Deutschen Kulturrates zum Thema.

Radio-Tipp

23:30 bis 00:00 | ARD-Radiofestival
Das erste Öko-Jazzlabel? Die Plattenfirma Biophilia Records

Wie geht ökologische Musik? Das Plattenlabel Biophilia macht es vor, indem es auf Kunststoff-Scheiben verzichetet und Umweltorganisationen unterstützt.

Biophilia“ – benannt nach der „Liebe zum Lebendigen“ – taufte der New Yorker Pianist Fabian Almazan sein selbstbetriebenes Plattenlabel. Es präsentiert nicht nur exzellente Musik, es hat sich auch einem ökologischen bewussten Handlungs-Kodex verschrieben. Die Biophilia-Veröffentlichungen erscheinen nicht mehr auf CD, sondern in Form origami-artig gefalteter Papp-Hüllen, die einen Download-Code enthalten. Die Label-Künstler kooperieren mit Umweltschutz-Organisationen; für die Koordination mit ihnen ist eine Nachhaltigkeits-Managerin zuständig.

Die Biophilia-Musikerriege reicht von Jazzern wie der Bassistin Linda May Han Oh und dem Schlagzeuger Justin Brown bis zu interessanten Singer-Songwritern wie Desmond White und Kim Anderson. Moderation: Odilo Clausnitzer

Die Radiowoche bis zum 15.9.2019

Erinnerung

  • Vor 10 Jahren gestorben: Roland W., deutscher Schlagersänger (mit Monja in den Schweizer Charts auf Platz 1).

  • Vor 10 Jahren gestorben: Jim Carroll, US-amerikanischer Schriftsteller, Musiker und Punk

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