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Wenn es kommt, dann immer gedrängt am Wochenende. Premieren quer durch die Lande. Heute mit Georg Friedrich Händel in Düsseldorf (Alcina) und Karlsruhe (Tolomeo). Da haben es “Rusalka” (in Oldenburg) und “Turandot” (in Magdeburg) nicht so leicht. Unsere Kritikerinnen und Kritiker können aber ein bisschen bei der Entscheidung helfen.

Ich würde nach der Lektüre empfehlen: Gehen Sie unbedingt ans Theater nach Magdeburg, sofern Sie noch Karten ergattern können (am 27. März ist alles ausgebuchtob es nur daran liegt, dass bei der Vorstellung jede Karte “netter Preis” zu 19 Euro ist? ::: Nein, am 19. April ist auch schon alles weg. Ebenso am 26. April zur letzten Vorstellung).

Dann eben so: Gehen Sie einfach in das Theater Ihrer Wahl, in ein Konzert vielleicht. Die Plätze sind offenbar gerne mal auch knapp - und nicht nur in Bayreuth.

Kommen Sie gut in die neue Woche.


Unvereinbarkeit der Welten – Dvořáks „Rusalka“ in Oldenburg begeistert

Antonín Dvořáks Meisterwerk, das 1901 uraufgeführte „lyrische Märchen“ „Rusalka“ zählt zu den häufig gespielten Opern nicht nur wegen seiner fabelhaft sensiblen und mitreißenden Musik, sondern vor allem auch wegen seinen vielfältigen Deutungsmöglichkeiten für die Regie. In Oldenburg ist Lesart zu sehen, die uns auf der einen Seite das hilflose Traumwesen Rusalka zeigt, auf der anderen Seite das pralle und luxuriöse Leben der Menschen am Hof des Prinzen. Ute Schalz Laurenze berichtet. Weiterlesen

Kaleidoskopartig schillerndes Tableau – Händels „Alcina“ in Düsseldorf

Barockoper mit dem hauseigenen Orchester auf modernen Instrumenten? So wie jüngst im Essener Aalto-Theater bei Scarlattis „Kain und Abel oder Der erste Mord“? Oder doch mit einem Spezialensemble als Gast, das auf historischem Instrumentarium spielt? Für letztere Version hat sich die Düsseldorfer Rheinoper entschieden, um Georg Friedrich Händels „Alcina“ aus dem Jahr 1735 umzusetzen. Mit Erfolg, wie sich am Premierenabend zeigte. Weiterlesen

Auch Rumstehtheater – Die 43. Händelfestspiele in Karlsruhe mit Händels „Tolomeo“ eröffnet

Wenn man schon in der Manier von Theatermagier Jürgen Gosch, die Akteure, die gerade nicht dran sind, meistens auf der Bühne belässt, dann muss man sich zu der Methode bekennen und auch den entsprechenden Rahmen dafür finden. Bei Händels 25. Oper ist der Plot aber auch vertrackt. Musikalisch dagegen ist alles im Lot. Dass vor allem Orliński für jede seiner Arien gleich an Ort und Stelle gefeiert wurde, war klar, sagt unser Kritiker Joachim Lange. Weiterlesen

5 vor 12 im Urwald: „Turandot“ extrem wild in Magdeburg

 Unter anderen Umständen hätte man die Entscheidung für den ganz kurzen Alfano-Schluss in der „Turandot“-Produktion am Opernhaus Magdeburg als künstlerische Faulheit kategorisieren müssen. Aber durch das perfekte Zusammenspiel der Generalmusikdirektorin Anna Skryleva und des diesmal bemerkenswert umsichtig arbeitenden Regisseurs Michiel Dijkema gelingt eine plausible und höchst unterhaltsame Puccini-Zertrümmerung. Jubelorkane für das 1926 als Fragment an der Mailänder Scala uraufgeführte Musikdrama und ausverkaufte Vorstellungen. Weiterlesen

Irisierende Verzauberung – Lotte Reiningers Scherenschnittfilm „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ mit Livemusik in München

Das von Menschen auf diesem Planeten organisierte Zusammenleben entwickelt sich in politisch strukturierte Gesellschaften auf der Suche nach Macht und Einfluss und Territorium. Und lässt sich historisch-wissenschaftlich wie märchenhaft-zauberhaft dokumentieren. Dass in der Tat nicht nur die Grimm‘schen sondern auch die arabischen Märchen aus Tausendundeinernacht nicht nur bezaubernde Konstellationen imaginieren, erweist ein Blick hinter deren Kulissen. Die politische Realität dieser Tage dokumentiert ein Übriges. Weiterlesen

Sechzehntel verpflichten (Zum Tod des Komponisten Volker David Kirchner)

Sechzehntel verpflichten!“ – eine Devise, die Volker David Kirchner mir auf meinen Lebensweg mitgab. Sechzehntel zu komponieren ist einfach – die Frage ist nur: Was passiert dann? Gastbeitrag von Franz Ferdinand August Rieks

HörBar der nmz

Norbert Burgmüller: 25 Études Faciles et Progressives … Carl Petersson (Klavier). „Jedenfalls übernimmt man mit solch einer Reihe auch pädagogische Verantwortung, die nicht allein bei den Pianisten abzuladen ist; hier freilich mit einem recht soliden Ergebnis“, sagt Rezensent Michael Kube.

Was sonst noch wichtig war oder wird …

Radio-Tipp

00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Musik und Wirklichkeit – Das Universum des Komponisten Luc Ferrari

Von Thomas Groetz. „Warum in aller Welt sollten denn die Leute auf die Entwicklung von Thematik, Harmonik und Form achten? Die Bilder und Geschichten sind doch viel wichtiger.“ (Luc Ferrari, 1972)

Die Radiowoche bis zum 23.02.2020


 

 

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