Sehr geehrte Newsletterabonnentinnen und -abonnenten,

Georg Rudiger hat für uns die Dirigentin Joana Mallwitz portraitiert: Dirigieren lernt man nicht durch Nachdenken“. Heute im Hintergrund beim Verfassen des Newsletters die Orchester-Suiten von Johann Bernhard Bach: Für mich eine Überraschung und ich stimme dem Rezensenten Michael Kube zu: ein großartiges Hörvergnügen.

Und mit dieser in dieser Zeit stimmigen Musik möchte ich Sie in den Tag entlassen.

Unsere Themen: 

  • Dirigieren lernt man nicht durch Nachdenken“ – Joana Mallwitz in Salzburg

  • Raum für das große Experiment mit den Gefühlen – „Così fan tutte“ bei den Salzburger Festspielen

  • Unübersehbar #14 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 31.7. bis zum 6.8.2020

  • Umsetzung der EU-Urheberrechtsreform weiterhin aktiv vorantreiben#

  • Podcastpartnerin Irene Kurka: Folge 107 - Interview mit Nikolaus Brass

  • Kubes HörBar 14 – Johann Bernhard Bach: Orchestral Suites

  • Nachrichten (Erfurt, Wernigerode …)


Dirigieren lernt man nicht durch Nachdenken“ |
Joana Mallwitz in Salzburg

Zwei Tage vor der Premiere. Die Proben zu „Così fan tutte“ bei den Salzburger Festspielen sind abgeschlossen. Joana Mallwitz hat während der Orchesterproben alle Interviewanfragen abgelehnt. Sie wollte sich ganz auf die Musik konzentrieren. Eigentlich hätte sie in diesem Sommer in Salzburg die Wiederaufnahme der „Zauberflöte“ dirigieren sollen. Nun ist es die kurzfristig angesetzte Neuproduktion der „Così fan tutte“ in der Regie von Christof Loy geworden. Eine Woche nach Pfingsten kam die Anfrage von Intendant Markus Hinterhäuser. Dazu musste eine eigene, 130-minütige Strichfassung erstellt werden, die ohne Pause gespielt wird. Auch die Probenzeit war verkürzt. Schwierige Umstände für eine Perfektionistin, die ungern Kompromisse macht? Weiterlesen

Raum für das große Experiment mit den Gefühlen |
Così fan tutte“ bei den Salzburger Festspielen

Normalerweise würde man in Salzburg einen ganzen Da Ponte-Zyklus anvisieren wenn man eine der Opern daraus ins Programm nimmt. An den vorherigen von Sven-Eric Bechtolf erinnert man sich eher mit Stirnrunzeln. An den davor (von Claus Guth) freundlich schmunzelnd. Und nicht nur, weil Anna Netrebko dort im Figaro Susannas Staubwedel führte. Heute wäre es schlicht und einfach vermessen, würde man schon an „Don Giovanni“ und „Figaros Hochzeit“ denken, wenn „Così fan tutte“ über die Bühne geht. Dass die in ihrer Fragestellung wohl modernste Mozartoper überhaupt im Großen Festspielhaus zur Premiere kam und bejubelt werden konnte, ist allein schon ein Grund für Demut und Dankbarkeit. Weiterlesen

Unübersehbar #14 |
nmz-Streaming-Empfehlungen vom 31.7. bis zum 6.8.2020

Mit Streaming-Empfehlungen für Jedermann und Jederfrau geht es in den August. Es locken die Salzburger Festspiele, alternative Blicke hinter und unter Bayreuther Kulissen sowie Resonanz-Klänge aus der Elbphilharmonie. Hauptsache, die Bärenfamilie ist glücklich. Weiterlesen

Kubes HörBar 14 |
Johann Bernhard Bach: Orchestral Suites

Johann Bernhard Bach: Orchestral Suites – Thüringer Bach Collegium. Michael Kube meint: „Solistisch besetzt, spielt das Thüringer Bach Collegium die erhaltenen Werke auf höchstem Niveau als ganz große Musik. Mit durchdachter Agilität und Artikulation sowie einem sehr angenehmen direkten Klang ein großartiges Hörvergnügen.“

Deutscher Musikrat |
Umsetzung der EU-Urheberrechtsreform weiterhin aktiv vorantreiben

Bis zum 07. Juni 2021 muss die Richtlinie (EU) 2019/790 über das Urheberrecht und die verwandten Schutzrechte im digitalen Binnenmarkt in deutsches Recht umgesetzt werden. Der aktuell vorliegende Diskussionsentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz ergänzt den Entwurf des „Ersten Gesetzes zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarkts“ vom 15. Januar 2020 in Hinblick auf die Umsetzung der Richtlinie und umfasst u.a. Regelungen zur Verantwortlichkeit von Upload-Plattformen sowie zu kollektiven Lizenzen. Weiterlesen

nmz-Podcastpartnerin Irene Kurka

107 - Interview mit Nikolaus Brass (4. August 2020)
Nikolaus Brass erzählt, wie er zur neuen Musik gekommen ist und was wichtige Stationen in seinem Leben waren und was gute Neue Musik für ihn ist. Er spricht darüber was er von den Interpreten lernen kann und wie er mit ihnen arbeitet und wie wichtig es ist, daß er dem Interpreten vertraut. […]


Nachrichten


nmz 2020/07-08 - online

Die aktuelle nmz ist in großen Teilen jetzt auch online. (Zum Inhaltsverzeichnis)

Mit positiver Energie auf die Heterogenität schauen
Das Netzwerk Kultur und Inklusion legt Empfehlungen für künstlerische Hochschulen vor

Diese und weitere Artikel sind frei zugänglich in unserer Online-Ausgabe nachzulesen.


Radio-Tipp

23:03 – 24:00 | Ö1
Japans zeitgenössische Musikproduktion – Japans junge Komponierende

Kultur aus Japan hat sich eine eigenständige Aura bewahrt. So auch die vielfältige Musik, die in der jüngeren Generation von experimentellem Pop bis hin zu klassischer Avantgarde reicht. Ab den 1950er Jahren entwickelte sich eine starke elektronische Szene mit Verankerung in den NHK Studios, die zum Teil auch für die erfolgreiche Produktion von Filmmusik verantwortlich ist. Altmeister wie Toshio Hosokawa sind damit einem breiteren Publikum bekannt geworden. Oder etwa die in Europa und Japan lebende Komponistin Misato Mochizuki. Sie hat neben Filmmusik, u.a. für historische Stummfilme, für die unterschiedlichsten Besetzungen geschrieben. Derzeit arbeitet sie an symphonischen Werken für das 100-Jahr-Jubiläum der Donaueschinger Musiktage 2021.

Die Werke von Komponistinnen und Komponisten aus Japan, aus dem kulturellen Kosmos Europas oder aus ihrer eigenen Musiktradition schöpfend, zeichnen ein schillerndes Klang-Kaleidoskop. Darin finden sich so unterschiedliche Stimmen wie die knapp 30-jährige Aya Yoshida, die seit einigen Jahren in Dänemark und den Niederlanden lebt. Sie lässt sich von Elementen aus der Modewelt inspirieren. Oder Takuya Imahori, der seine Faszination für die Mikrostruktur von Pflanzen während seines Wien-Aufenthalts als Composer in Residence bei einem Ausflug in die österreichischen Alpen vertiefte. Seine Erkenntnisse daraus fließen in seine kompositorische Arbeit ein. Eine Entdeckungsreise durch die japanischen Musikproduktion der Gegenwart. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

Die Radiowoche bis zum 9.8.2020


Martin Hufner

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