Newsletter der nmz 70 Jahre

Sehr geehrte Newsletterabonnentinnen und -abonnenten,

Die Abstimmung zur Frequenz des nmz-Newsletters läuft zwar noch, aber es zeichnet sich ab, dass Sie zum größten Teil entweder nur Montag oder Montag und Donnerstag von uns Mail erhalten wollen. Ich interpretiere es so, dass ich es fallweise mal so und mal anders entscheiden darf.

Aktuell ist ja Festspielzeit und man reist bei Interesse quer durch die Lande, nach Aix, später nach Bregenz, nach Salzburg, nach Bayreuth, nach Erl. Ich bin ja eher die Kellerassel. Und im Keller widme ich mich nun dem Radioempfang via Internet. Überrascht hat mich eine Sendung mit neuer Musik am Samstag nachmittag aus Estland. Große Freude und der Beginn einer Serie über Radio weltweit: Teil 1 - Nydd-Muusik auf Klassikaraadio in Estland. Moritz Eggert klopft den Kulturbegriff in Sachen Radio und Fernsehen ab, was haben Nudeln mit Tomatensauce und öffentlich-rechtlicher Rundfunk gemeinsam? Hier die vielen klugen Antworten und Perspektiven en bloc.

Anderes Thema: Springende Punkte und Sternchen in der Knabenchorlandschaft und in der nmz.

Gestern bekam ich von einem Bekannten den Hinweis auf die Kündigung seines nmz-Abos. Die Sache mit den Sternchen nimmt er uns so krumm, dass er auf die nmz verzichten will. Er selbst hat keine Problem mit enharmonischen Verwechslungen, mehreren Manualen vor und unter sich, spickt seine Kritik gleichwohl mit zahlreichen Rechtschreibfehlern. Ich schenke ihm symbolisch ein pythagoräisches Komma zur Versöhnung. Aber die nmz sei unleserlich und beuge sich dem Zeitgeist. Den Text unseres Chefredakteurs zum Thema hat er offenbar schon nicht mehr gelesen.

Zurück zum Titelthema der aktuellen nmz. Da spannt Robert Göstl das Bildungsthema, ausgehend vom Urteil in Sachen “Mädchen in Knabenchor”, von mehreren Seiten neu auf. Die juristischen Fragen sind dabei nicht so interessant, wohl aber die damit verbundenen Fragen zu ungerechten Bildungschancen im allgemeinen und im speziellen. „Würde der Staat in den allgemeinbildenden Schulen seiner Verantwortung für die Vermittlung von Kunst, Kultur und Musik gerecht, müsste man all das gar nicht diskutieren. Muss man aber leider doch.“

Jetzt kommen Sie gut in die neue Woche und auch da durch.

Am Ende der Mail finden Sie immer die Möglichkeit, das Abo dieses Newsletters zu beenden. Aber ich sage es Ihnen gleich, mit jeder Newsletterabonnentin und jedem Newsletterabonnenten, der oder die geht, geht auch in mir etwas verloren und es sterben dabei bis zu 20.090 Gehirnzellen auf einmal. Das ist doppelt so viel wie ohnehin täglich etwa absterben. Umgekehrt proportional steigt damit die Rechtschreibfehleranfälligkeit in diesem Newsletter. :)

Wir sprechen uns entweder Donnerstag wieder oder kommenden Montag. Sie wissen, wo Sie uns im Netz finden. www.nmz.de

Die nmz-Themen im schnellen Schnelldurchlauf: 

  • Bildungschancen, das springende Sternchen – Die Diskussion über Knabenchorsänger*innen ist keine juristische

  • Wagners „Rheingold“ im Regensburger Westhafen

  • Georgia Bottoms“ und „Frühling, Erwachen“ – Zwei neue Opern als deutsche Erstaufführungen an der UdK

  • Die Festspiele in Aix-en-Provence mit „Le nozze di Figaro“ und „Falstaff“

  • unübersehbar: der nmz-streaming-kalender

  • Nachrichten, Berichte und Kritiken.


Bildungschancen, das springende Sternchen – Die Diskussion über Knabenchorsänger*innen ist keine juristische · Von Robert Göstl

Jetzt ist es amtlich: auch die Berufungsinstanz hat die Klage einer Berliner Rechtsanwältin abgewiesen, mit der diese für ihre Tochter den Zugang zum Staats- und Domchor Berlin erstreiten wollte. Auch bei den Thomanern hatte sie dies versucht und ihr „Fall“ wurde in mindestens zwei recht hohen Wellen breit und ausführlich diskutiert: unter stimmphysiologischen, klanglichen, künstlerischen, gesellschaftlichen und juristischen Gesichtspunkten. … Das zweite springende *chen ist aber die Frage nach einem gleichberechtigten Zugang zu Bildungseinrichtungen und Bildungsmöglichkeiten für alle Geschlechter – weiblich, männlich und divers. Juristisch ist der Fall des Berliner Mädchens mit der Entscheidung zugunsten der künstlerischen Freiheit erledigt, gesellschaftlich jedoch beginnt er hier erst interessant zu werden. Weiterlesen

Moritz Eggert: Nudeln mit Tomatensauce oder der Kulturauftrag des WDR

überall dort, wo Menschen sich Mühe geben, wo sie etwas mit Liebe machen, wo sie kreativ und verrückt sind, wo sie begeistert bei der Sache sind und wo man ihnen die Freiheit gibt, sich auszutoben, entsteht Kultur. Weiterlesen

Neue Musik im Radio weltweit: Estland – Klassikaraadio

Nennt sich Klassikaraadio, was in Estland als Kulturradio oder Kulturmusikradio läuft. Hat aber nix mit KlassikRadio aus Deutschland zu tun. So wirklich fast gar nichts. Aber auch nicht so mit den Klassik-Sendern der öffentlich-rechtlichen Radioprogramme. Es wird deutlich weniger gesprochen. Weiterlesen

Kurz, knackig und knallig: Wagners „Rheingold“ im Regensburger Westhafen

Nach 2017 („Der Fliegende Holländer“) und 2019 („Tosca“) bespielte das Theater Regensburg erneut den Westhafen der Stadt. Die stark gekürzte Fassung von Richard Wagners „Das Rheingold“ geriet zu einem unterhaltsamen Spektakel mit überschaubarem Tiefgang und finalem Knalleffekt. Weiterlesen

​„Georgia Bottoms“ und „Frühling, Erwachen“ – Zwei neue Opern als deutsche Erstaufführungen an der UdK

Seit einigen Jahren schon bereichern die sommerlichen Musiktheater-Aufführungen der Universität der Künste nicht nur das beginnende Opern-Sommerloch sondern bedeuten auch eine echte inhaltliche Bereicherung des Spielplanangebots zu jenem der drei Berliner Opernhäuser. Der rührige Opernmeister Errico Fresis hat dabei bereits eine ganze Reihe spannender Opernpartituren teils neu ins Bewusstsein gerückt, teils zum ersten Mal vorgestellt. In diesem Jahr gab es gleich zwei Premieren, die in unterschiedlichen Besetzungen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ihre deutsche Erstaufführung erlebten. Weiterlesen

Gemischte Gefühle: Die Festspiele in Aix-en-Provence mit „Le nozze di Figaro“ und „Falstaff“

Im vorigen Jahr mussten die Festspiele in Aix-en-Provence ins Internet ausweichen. Jetzt sind sie live zurück. Die charmante Stadt wirkt im zweiten Coronasommer deutlich weniger überfüllt als sonst in dieser Jahreszeit. Beim Betreten des Théâtre de l’Archevêché gibt es neben den üblichen Sicherheits-, zusätzliche Kontrollen der Impf- oder Testnachweise. Weiterlesen

Veranstaltungen aktuell +++ Veranstaltungen

Musical «Goethe» feiert Premiere bei Bad Hersfelder Festspielen +++ Jan Lisiecki eröffnet das Schleswig-Holstein Musik Festival +++ Konzert mit Vogelgezwitscher - Musikfeste auf dem Lande sind zurück Weiterlesen

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Erwachen heiterer Gefühle nach dem Lockdown
Die 44. Dresdner Musikfestspiele gab es zum Teil physisch

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unübersehbar – unser aktueller streaming-kalender der nmz

Laufend neue Streaming-Tipps

Was gibts im Radio?

00:05 Uhr | DEUTSCHLANDFUNK KULTUR
Neue Musik: Wie ein musikalischer Essay – Die litauische Komponistin Onute Narbutaite

Vorgestellt von Ramune Kazlauskaite. In Litauen ist Onute Narbutaite eine Institution und hat vor allem auf die jüngere Generation prägend gewirkt. Die Komponistin wird in diesem Jahr 65 Jahre alt.


Martin Hufner

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