Wagner-Wunder in der Provinz – „Götterdämmerung“ in Minden
Wagner-Wunder in der Provinz – „Götterdämmerung“ in Minden
Ein winziges Provinz-Theaterchen ohne eigenes Ensemble und Orchester mit gerade einmal 535 Plätzen spielt Wagner? Das klingt eigentlich nach purem Größenwahn oder besser noch nach laienhafter Selbstüberschätzung. Doch in Minden hat dieser Wahnsinn seit 16 Jahren Methode und hat sich nun gerade mit der Premiere der „Götterdämmerung“ zu unglaublichem Erfolg verdichtet. Denn nun ist der „Ring“ tatsächlich rund, im kommenden Jahr wird die gewaltige Tetralogie, unter der selbst große Operntanker ächzen sogar zwei Mal zyklisch über die Bühne gehen. Ein Wunder. Zumal sich der Mindener „Ring“, ebenso wie alle die Produktionen der Vorjahre keineswegs hinter den großen Häusern verstecken muss. Im Gegenteil.
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nmz-aktuell: 10. September 2018
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  • Wagner-Wunder in der Provinz – „Götterdämmerung“ in Minden
  • Der Hype um Meister Yoda – Ist Kamasi Washington der Retter des Jazz? Ein Zwischenruf von Hans-Jürgen Schaal
  • Fünf Fragen an Olaf Zimmermann (Deutscher Kulturrat)
  • Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 10.09. bis 16.09.2018

REZENSIONEN

  • Überragende Theaterbegabung – Ein differenziertes Puccini-Porträt in 36 Kapiteln
  • Vor der Reglementierung – Ein anregender Blick auf bedeutende Exponenten der frühen sowjetischen Musikwissenschaft
  • Schuberts Seelenverwandter – Die Erstausgabe der „Geisterszenen“ macht auf Anselm Hüttenbrenner aufmerksam

MELDUNGEN

  • Demonstrationen und Beethovens 9. Sinfonie in Chemnitz
  • Stefanie Hertel und Mickie Krause wenden sich gegen Rassismus
  • Strafanzeige gegen Kammerphilharmonie Amadé – DOV: Verdacht auf Betrug und Nichtanzeige einer Überschuldung
  • Kooperationsverbot: Streit über Gesetzänderung zur Bildungsfinanzierung spitzt sich zu
  • Mecklenburg/Vorpommern: Geld für Musikinstrumente aus Sonderprogramm
  • Mehr als 20 Premieren: Letzte Spielzeit für Kümmritz am Volkstheater Rostock
  • Zwickauer Theatersanierung – Fertigstellung für 2020 vorgesehen
  • Französische Kulturszene unterstützt EU-Urheberrechtsreform
  • Stabsstelle soll Zukunft der Städtischen Bühnen Frankfurt planen
  • Verrohend: Kollegahs und Bangs „JBG3“ als jugendgefährdend eingestuft
  • Bayern: Musikschulen für höhere staatliche Förderung
  • NDR lehnt Boykott des Eurovision Song Contests in Israel ab
  • Festival „Verfemte Musik“ mit Theresienstadt-Kinderoper in Schwerin eröffnet
  • JazzZeitung.de: Die Jazz-Radiowoche | Benjamin Schaefers Crowdfunding-Kampagne “Hive Mind”
  • Bad Blog Of Musick: Neue Musik im Radio | DAS PODCAST UFO – Die E-Musik-Transkripte 1
  • Radio-Tipps

Wagner-Wunder in der Provinz – „Götterdämmerung“ in Minden

Ein winziges Provinz-Theaterchen ohne eigenes Ensemble und Orchester mit gerade einmal 535 Plätzen spielt Wagner? Das klingt eigentlich nach purem Größenwahn oder besser noch nach laienhafter Selbstüberschätzung. Doch in Minden hat dieser Wahnsinn seit 16 Jahren Methode und hat sich nun gerade mit der Premiere der „Götterdämmerung“ zu unglaublichem Erfolg verdichtet. Denn nun ist der „Ring“ tatsächlich rund, im kommenden Jahr wird die gewaltige Tetralogie, unter der selbst große Operntanker ächzen sogar zwei Mal zyklisch über die Bühne gehen. Ein Wunder. Zumal sich der Mindener „Ring“, ebenso wie alle die Produktionen der Vorjahre keineswegs hinter den großen Häusern verstecken muss. Im Gegenteil. Weiterlesen

Der Hype um Meister Yoda – Ist Kamasi Washington der Retter des Jazz? Ein Zwischenruf von Hans-Jürgen Schaal

Man muss ihn einfach mögen. Der amerikanische Saxophonist Kamasi Washington bläst eine heiße Kanne (wie die Jazzer früher sagten), ist ein genialer Eklektizist und hat eine wichtige politische Botschaft. Außerdem scheint er ein kräftiger, netter Kerl zu sein. Man könnte sich also an seiner verrückten, größenwahnsinnigen, retrofuturistischen Musik einfach erfreuen – und damit fertig. Wäre da nicht dieser Hype, der um ihn gemacht wird. Weiterlesen

Fünf Fragen an Olaf Zimmermann (Deutscher Kulturrat)

nmz.de hat den Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, zur „Mutter aller Probleme“, das „Stöckchenspringen“, der Wirkung der „Initiative Kulturelle Integration“, #wirsindmehr und den Zusammenhang zwischen schulischer Bildung und Rechtsextremismus befragt. Weiterlesen

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 10.09. bis 16.09.2018

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 37. Schwerpunkte: Deutlich im Zeichen des 10. Todestages von Mauricio Kagel. Daneben: Rūta Vitkauskaitė, George Benjamin, Toni Völker, Alberto Posadas, Philippe Manoury, Hornist Tillmann Höfs | Neue Musik kuratieren, Komponisten sampeln Komponisten, Kulturzentrum Belgrad, Städtebeschimpfungen, Das lange Sterben der deutschen Spieloper, Musik aus Usbekistan, Science Fiction und Musik. Weiterlesen

REZENSIONEN

Überragende Theaterbegabung – Ein differenziertes Puccini-Porträt in 36 Kapiteln

Giacomo Puccini? Eine Säule weltweiter Spielpläne, dazu eine Vielzahl populärer Werkführer, speziell zu den fünf meistgespielten Opern – dafür kaum profunde Analysen in deutscher Sprache: dieses Missverhältnis moniert Herausgeber und Mitautor Richard Erkens – und behebt es mit dem neuen, gewichtigen Handbuch. Weiterlesen

Vor der Reglementierung – Ein anregender Blick auf bedeutende Exponenten der frühen sowjetischen Musikwissenschaft

Die Musikwissenschaft als institutionalisierte Disziplin entwickelte sich in Russland erst in den 1920er-Jahren unter den Voraussetzungen und Bedingungen des neuen Sowjetstaates. Sie zeigte sich dabei nicht in erster Linie als eine historisch-philologische Disziplin, sondern war offen für gesellschaftswissenschaftliche Fragestellungen aller Art. Letztere bestimmten als „musiksoziologisches Forschungsparadigma“ das Fach bis zirka 1930. Das rief sowohl Forschungen von beachtlichem Reflexionsniveau auf den Plan als auch eher „vulgärsoziologische“ Zugänge, die darauf aus waren, Phänomene der Musik mechanisch auf gesellschaftlich-ökonomische Verhältnisse zurückzuführen, das heißt als deren Widerspiegelung. Weiterlesen

Schuberts Seelenverwandter – Die Erstausgabe der „Geisterszenen“ macht auf Anselm Hüttenbrenner aufmerksam

Der Name Anselm Hüttenbrenner ist den meisten Musikern und Musikfreunden lediglich als zeitweise enger Komponistenfreund Franz Schuberts ein Begriff. Seine Musik kennen nur wenige Spezialisten und Sammler sehr fragmentarisch. Auch wenn sich das nicht so schnell ändern dürfte und er natürlich den ganz Großen seiner Zeit wie Beethoven, Weber oder Schubert nicht das Wasser reichen kann und von den jüngeren Generationen schnell als gediegener Konservativer vergessen wurde, so ist es sein Œuvre doch durchaus wert, als eines der bedeutendsten aus der „zweiten Reihe“ entdeckt und zunehmend aufgeführt zu werden. Weiterlesen

MELDUNGEN

Demonstrationen und Beethovens 9. Sinfonie in Chemnitz

Wieder haben sich in Chemnitz Demonstranten verschiedener Lager versammelt. Den größten Zulauf hatte allerdings Beethoven. Weiterlesen

Stefanie Hertel und Mickie Krause wenden sich gegen Rassismus

Weitere Schlagersänger haben sich nach den Vorfällen in Chemnitz gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus ausgesprochen. „Wir müssen aufhören vor allem, was fremd und anders ist, Angst zu haben“, sagte etwa die sächsische Sängerin und Moderatorin Stefanie Hertel (39) der „taz am Wochenende“. Weiterlesen

Strafanzeige gegen Kammerphilharmonie Amadé – DOV: Verdacht auf Betrug und Nichtanzeige einer Überschuldung

Die Deutsche Orchestervereinigung hat Strafanzeige gegen die beiden Vorstände der Kammerphilharmonie Amadé e.V. gestellt. Die Interessenvertretung der Musiker verdächtigt den Orchestervorstand Christoph T. sowie den künstlerischen Leiter und Dirigenten der Kammerphilharmonie Frieder O. des Betrugs und der unterlassenen Anzeige der Überschuldung. Weiterlesen

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21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART – Mit Andreas Göbel: Neue Musik aktuell

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Defragmentation – Neue Musik kuratieren

00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Gemalte Partituren und musikfremden Schichten – Die litauische Komponistin Rūta Vitkauskaitė

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen


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