Newsletter der nmz 70 Jahre

Sehr geehrte Newsletterabonnentinnen und -abonnenten,

ich begrüße herzlich weitere Neuabonnentinnen und Neuabonnenten des nmz-newsletters

Tweet des Tages: Jörg Lengersdorf / @Radischorsch Link

Also ganz ehrlich, wer ernsthaft behauptet, der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei zu „woke“, der sollte sich einfach mal ein paar Tage lang reinziehen, wie wir in den Klassiksendern rund um die Uhr alte weiße Männer und männlichen Geniekult abfeiern. Das beruhigt die Nerven.

Also dagegen gibt es ein Mittel: Lesen Sie in der aktuellen nmz: Europas größte Komponistin – eine Spurensuche: Neue Biografie über die Komponistin Emilie Mayer – die Autorin Barbara Beuys im Gespräch.

Auf Spurensuche begibt sich auch Konstantin Parnian im Werk des Komponisten und Pioniers der elektronischen Musik Max Brand. Marco Frei berichtet frisch aus der wiedereröffneten Tonhalle Zürich. (Oh, warum legt mir Freud das Wort Tonhölle in die Finger.) 

Wer sich durch die Meldungen der letzten Tage arbeitet, wird übrigens einen Lebensgefährten von mir entdecken – aber da müssen Sie schon selber schnüffeln. Danke an Barbara Lieberwirth aus der Leipziger Redaktion der nmz. 

Nach der SPD mit Olaf Scholz und Carsten Brosda , meldet sich jetzt auch die Splitterpartei CDU bei der ZEIT mit einem Gastbeitrag von Monika Grütters und Joe Chialo zu Wort zum Thema Kunst, Kultur und Politik. Der Beitrag ist hinter einer Paywall zu finden - oder zu lassen. Kann man diese Wahl der Personen als das werten, was es scheint? Dass nämlich entweder Monika Grütters oder Joe Chialo jetzt den Kanzlerkandidaten der CDU ablösen. Oder heißt das nur: Für Armin Laschet ist das jetzt echt nicht so wirklich das Thema zu dem er sich etwa herablassen müsste? Das beklagt auch der Deutsche Kulturrat in seinem aktuellen Newsletter. Jetzt sind wir nur noch gespannt, was von Annalena Baerbock zum Thema kommt. 

Jetzt mal noch ernsthaft: Wer sich für Wahlprüfsteine interessiert, sollte diejenigen der Deutschen Jazzunion in Erwägung ziehen. Die JazzZeitung berichtet darüber.

Kommen Sie jetzt gut ins und über das Wochenende. In meiner Kladde stehen zahlreiche Aufführungen und Premieren. Aber es steht auch WESPE an. In diesem Jahr aus Regensburg. Soweit ich gehört habe, auch mit Live-Video-Übertragung. So ganz sicher bin ich aber nicht. Es gäbe nämlich interessante Wettbewerbe, die heute ab 15 Uhr starten: Beste Interpretation eines Werks einer Komponistin oder Beste Interpretation eines Werks der verfemten Musik.

Jetzt noch in eigener Sache:

Aktuell erhalten Sie den Newsletter für gewöhnlich Montags, Mittwochs und Freitags. In der kommenden Woche sind einige Bauvorhaben an meine Körper (Montag, Dienstag …) und gleich nebenan im Heizungskeller (Mittwoch) geplant und die neue nmz für den Oktober wird ebenfalls umbrochen. Es kann also sein, dass die wichtigen Informationen vollkommen kommentarlos und zu urkomischen Zeiten versendet werden. Ferner gelobe ich, in Sachen Entscheidungsfindung zur Bundestagswahl 2021 mich mit eigenen Kommentaren zurückzuhalten – außer es geht vielleicht um die Kenntnis deutscher Gedichte bei Politiker*innen zweifelhaften Hintergrunds in Sachen Kultur- und Kunstfreiheit.

Beste Grüße,
Martin Hufner (für die Redaktion nmz-online)

Die nmz-Themen im schnellen Schnelldurchlauf: 

  • Wiedereröffnung der Tonhalle in Zürich mit Mahlers Dritter

  • Vergeigt – Ferchows  Fenstersturz

  • Singende Maschinen, mechanisiertes Theater – Im Werk des Komponisten und Pioniers der elektronischen Musik Max Brand ist noch vieles zu entdecken

  • HörBar – Jazzwoche

  • Nachrichten, Berichte und Kritiken


Singende Maschinen, mechanisiertes Theater – Im Werk des Komponisten und Pioniers der elektronischen Musik Max Brand ist noch vieles zu entdecken

Maschinen, die kommunizieren — Reisen ins All — elektronisch erzeugte Musik: All das sind Komplexe, die in den letzten zwei Jahrzehnten enormen Aufwind erfahren haben. Zugleich sind es Themen, die den 1896 im damals österreichischen Lemberg geborenen, 1980 verstorbenen Komponisten Max Brand beschäftigten. Ein Porträt des bis heute wenig Beleuchteten. Weiterlesen

Vergeigt – Ferchows  Fenstersturz 2021/09

Jetzt reißen Sie sich doch zusammen. Es reicht mit der Flennerei. Ja, Deutschland ist immer noch raus aus der Fußball-EM. Da haben uns die Engländer sauber den Marsch geblasen. Aber das hat sich ja angedeutet. Sportliche Erfolge im Fußball waren stets eng mit musikalischen Hits verbunden. Die sehr viel Älteren werden sich an 1974 erinnern. Jack White brachte die DFB-Elf mit „Fußball ist unser Leben“ auf Titel-Kurs.  Weiterlesen

Präsent und großherzig: Wiedereröffnung der Tonhalle in Zürich mit Mahlers Dritter

Vier Jahre hat die Restaurierung gedauert. In dieser Zeit diente die Tonhalle Maag am Bahnhof Hardbrücke als Interimsspielstätte. Jetzt ist es soweit: Die altehrwürdige Tonhalle in Zürich erstrahlt im neuen Glanz und neuen Klang. Dabei ging es darum, die Tonhalle weitestgehend in ihrem Originalzustand von 1895 zurückzuversetzen – auch akustisch, betreut von BBM-Müller in Planegg bei München. Bei der jetzigen Wiedereröffnung interpretierte das Tonhalle-Orchester Zürich unter seinem Musikdirektor Paavo Järvi die Sinfonie Nr. 3 von Gustav Mahler. Wie klingt es in der neuen alten Tonhalle? Weiterlesen

Moritz Eggerts September-Tagebuch: 

HörBar - Jazz


Nachrichten | Berichte | Rezensionen

Musikleben


nmz 2021/09 - online

Die aktuelle nmz ist in großen Teilen jetzt auch online. (Zum Inhaltsverzeichnis)

Europas größte Komponistin – eine Spurensuche
Neue Biografie über die Komponistin Emilie Mayer – die Autorin Barbara Beuys im Gespräch


Was gibts im Radio?

19:15 Uhr | Deutschlandfunk
Die Kulturreportage: Warum der Erfolg des Streamings die Musik-Kultur gefährdet

We’re lost in music. Von Florian Fricke. Produktion: BR 2021. Vor rund 20 Jahren begann mit dem Erfolg des Filesharingdienstes Napster der endgültige Niedergang der alten Musikindustrie. Musik wurde zur Ramschware, immer erhältlich, immer kostenlos. Streamingdienste wie Spotify versprachen eine Revolution. Das ernüchternde Resultat: Musikmachende, die weniger verdienen als je zuvor; dazu die Diktatur der Playlists, der Soundtapete für alle Bereiche des Lebens. Musik wird zunehmend zu einem Gefühlsbegleiter degradiert. Wer sie komponiert, wer sie produziert und eingespielt hat, wird mehr und mehr zur Nebensache. Das hat auch Konsequenzen auf Seiten der Musikschaffenden: Der Mut zum Risiko nimmt ab, die Gefallsucht wird zur ökonomischen Notwendigkeit – eine musikalische Dystopie, die durch die Pandemie zusätzlichen Aufwind erhält.


Martin Hufner

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