Newsletter der nmz 70 Jahre

Sehr geehrte Newsletterabonnentinnen und -abonnenten,

jetzt geht es also auch beim ORF in Österreich ans Ausgemachte. 300 Mio. bis 2026 Euro will man sparen. Das legendäre RSO (ORF Radio-Symphonieorchester) soll weichen. Hallo? Die Programmstrecken im Bereich Neue Musik und Jazz hat man auch bereits „eingekürzt“. Warum? Wird nicht gesagt. Was kann man tun? Eigentlich kann man nur die Entlassung oder den freiwilligen Rücktritt des Intendanten des ORF fordern – wegen Unfähigkeit. Oder ist es als Abwickler eingesetzt worden. In wessen Auftrag handelt er überhaupt? Oder will er sich nur mit den deutschen Intendanten Buhrow und Gniffke einen Überbietungswettbewerb leisten. Wahrlich, ich sage Euch: Schafft diese Abschaffer ab.

Ihr Martin Hufner ist sauer. Sehr sauer.

Immerhin gibt es bei uns noch weiterhin Content: Zur 321.321 (Auflösung im Text) Mandoline, zu Hundekot und Kritik sowie ein Portrait des Ensemble Oktopus für Gegenwartsmusik in München. Musiktheaterkritik kommt aus München (Massenets „Werther“) und zwei Mal aus Berlin (SchwuZ und Lindenoper, wo unser Kritiker Roland H. Dippel ein „bukolisches Frostfestspiel“ gesehen und gehört hat).

Die Kolleginnen und Kollegen in Regensburg arbeiten fleißigst an der März-Ausgabe der nmz. Ich rufe denen zu: Bleibt gesund und haltet durch. Frühling wird erwartet.

Aber ewig leben auch wir nicht bei der nmz und manchmal fluktuiert es. An die interessierten Nachwuchs-Musikjournalistinnen und -journalisten geht daher der Aufruf: Bewerben Sie sich für die nmzAkademie für Musikjournalismus (alle Details hier) - wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis zum 28. März 2023 an neue musikzeitung, Chefredaktion, Brunnstr. 23, 93053 Regensburg, nmz@nmz.de.

Ferner ist bei uns eine Stelle zum nächst möglichen Zeitpunkt (das heißt umgehend, ab sofort) offen: Sekretariat und Teamassistenz (m/w/d), 50 %.


Das Jahr der Mandoline in der nmz (Teil 2): Das unbekannte Wesen – die Basics

Woher stammt eigentlich das „Instrument des Jahres 2023“, die Mandoline? Wie sieht sie aus, welche baulichen Veränderungen hat sie im Laufe der Zeit durchlaufen? Woher stammt dieses Instrument, das gleichermaßen ein Instrument der klassischen Musik wie auch der Volksmusik – bis hin zu Bluegrass und Jazz – ist? Die vielleicht wichtigste Frage aber ist: „Was hat ein Musikinstrument in der Küche verloren?“ Weiterlesen

Musikalische Wendigkeit und inhaltliche Vielfalt – Vor 20 Jahren gründete Konstantia Gourzi in München das Ensemble Oktopus für Gegenwartsmusik

Mit dem Meereswundertier Oktopus, der Krake mit den vielen Saugnäpfen, hat sich das Münchner Ensemble für zeitgenössische Musik von Anfang an identifiziert. Gegründet wurde die schlanke Instrumentalgruppe der Hochschule für Musik und Theater 2002 von Konstantia Gourzi, der aus Athen eingewanderten Komponistin und Dirigentin. Als Professorin an der Münchner Hochschule gelingt es ihr, die Lehrtätigkeit und die Ensembleleitung zusammenzufügen. Weiterlesen

Nachgedanken zum Hundekot und der Kritik – Von Moritz Eggert

Nachgedanken zum Hundekot und der Kritik Viel besprochen wurde letzte Woche der Angriff eines (inzwischen ehemaligen) Choreografen des Staatstheaters Hannover auf eine seiner Ansicht nach zu scharfe Kritikerin. Das Rachemittel seiner Wahl war – vermutlich als eine Art perverser Hommage auf Max Regers berühmtes Kritikerdiktum – ein Stück Kot, mit ...Weiterlesen


KRITIK

Bukolisches Frostfestspiel: Richard Strauss’ „Daphne“ an der Lindenoper

Richard Strauss’ 1938 in der Semperoper Dresden uraufgeführte „Daphne“ ist ein schwerer Gewissensbrocken. Das interessierte an der Berliner Lindenoper weder den Gesamtkünstler Romeo Castellucci noch sonst-wen. Castellucci erfand ein auch meteorologisch frostiges Bühnenendzeitspiel mit Vera-Lotte Boecker in der Titelpartie als faszinierendem Mittelpunkt. Weiterlesen

Verduftend ‚Retrofresh‘: Albertine Sarges mit der Komischen Oper im Berliner SchwuZ Queer Club

Die Komische Oper Berlin bejubelt ihre erste Ausgabe von „Schall&Rausch“ als „Festival für brandneues Musiktheater“. ‚Musiktheater‘ stimmt schon, wenn man das Dachwort für Szenisch-Musikalisches den Anlässen entsprechend erweitert. Für eines der avanciertesten Opernhäuser Deutschlands sind jetzt sind auch Dream-Pop-Konzerte ‚Musiktheater‘. Albertine Sarges machte am Samstagabend das Auditorium glücklich. Weiterlesen

Sturm und Drang: Massenets „Werther“ am Münchner Gärtnerplatztheater

Vor genau vierzig Jahren feierte man im Münchner Nationaltheater Sternstunden einer Reprise von Kurt Horres' „Werther“-Inszenierung. Damals gaben Neil Shicoff die Titelpartie, Brigitte Fassbaender die Charlotte und Michel Plasson verpasste dem Bayerischen Staatsorchester einen stilistischen Denkzettel darüber, wie man Pathos und Detailgenauigkeit zur erotisch-lyrischen Synthese bringt. Heute weiß man durch die Massenet-, Meyerbeer- und Messager-Renaissance mehr. So hörte man in der Premiere des Münchner Gärtnerplatztheaters unter Chefdirigent Anthony Bramall kein Massenet oft unterstelltes Säuseldrama, sondern eine faszinierende Psychostudie in Tönen. Weiterlesen


Aus der JazzZeitung


NACHRICHTEN

KULTURPOLITIK

MUSIKLEBEN

PERSONALIA


Martin Hufner

Bleiben Sie uns treu. Wenn Sie wünschen, empfehlen Sie uns per Mail weiter.

Der Newsletter gibt die Meinung des Redakteurs wieder.


neue musikzeitung
www.nmz.de
ConBrio Verlagsgesellschaft mbH
Brunnstr. 23, 93053 Regensburg
Impressum | Datenschutzerklärung
Facebook
© neue musikzeitung 2019 ff.
Newesletterabo ändern, modifizieren oder Newsletter abbestellen, hier klicken.