so – 05.12.2021 – der radiotag

15:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur
Interpretationen: Keine Note zuviel, keine Note zuwenig – Federico Mompou und seine Klaviermusik

Gast: Jens Rosteck, Musikpublizist. Moderation: Michael Struck-Schloen

18:00 bis 19:00 | hr2-kultur
Feature | Spielräume der Begegnung: Was es heißt, mit- und füreinander da zu sein | Astrid Nettling

Was eine Ausnahmesituation bei Menschen freisetzen kann, haben wir durch die Pandemie erfahren, die uns aus dem alltäglichen und selbstverständlichen Miteinander herauskatapultiert hat. Nicht um diese Ausnahmesituation soll es gehen, aber dennoch um Erfahrungen, die Menschen machen, wenn sie sich entschieden haben, für andere Menschen da zu sein, und bereit sind, sich auf ein vielleicht noch unerprobtes Mit- und Füreinander einzulassen. Auf eine Begegnung mit Menschen, in der es nicht um Nutzen, Leistung oder Erfolg geht.

Was aber bewegt Menschen zu einem solchen Schritt? Welche Spielräume im Umgang mit- und füreinander können sich dadurch öffnen? Welche ungeahnten Möglichkeiten und Freuden können daraus erwachsen? Und wo liegen zugleich die eigenen Grenzen für ein solches Engagement? Fragen, denen das Feature nachgehen möchte.

20:04 bis 21:30 | SR2 KulturRadio
JazzNow: „Like a Jazz Machine“

Highlights aus den Konzerten des Luxemburger Festivals vom 13. – 16. Mai: Lab Trio / XY Quartet

22:08 – 23:00 | Ö1
Beat Furrer empfiehlt – Beat Furrer präsentiert Aufnahmen, die ihn geprägt und beeindruckt haben

Beim Festival Wien Modern hat das Quatuor Diotima die vier Streichquartette von Beat Furrer aufgeführt. In „Zeit-Ton“ sind ab Montag, 6. Dezember 2021 die Mitschnitte dieses zyklischen Vorhabens zu hören. Am Vorabend präsentiert Furrer in diesem „Zeit-Ton extended“ Musik, die ihn geprägt und beeindruckt hat. Gestaltung: Rainer Elstner

23:03 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: The Electric Guitar in His Life

Die elektrische Gitarre scheint es Hugues Dufourt angetan zu haben. Ihre wandlungsfähigen, manchmal verfremdeten, kaum zu ortenden Töne: Sie verbinden vier sehr unterschiedliche Stücke, die der israelische Gitarrist Yaron Deutsch in verschiedenen Konstellationen für uns eingespielt hat.

L’île sonnante: Der Titel stammt aus Rabelais’ berühmter Passage über die gefrorenen Worte. Dort erklingen die Worte ganz von selbst in der übersteigerten Objektivität einer erstarrten Welt, im Delirium einer akustischen Halluzination. „Die Glocken, die Rabelais so lieb waren, durchqueren auf ihren Flügen ein von der E-Gitarre herauf beschworenes Schlaraffenland, eine trügerische Landschaft, die dem Ende seltsam nahe scheint“. Hommage à Charles Nègre entstand als Musik zu einem Film über den gleichnamigen französischen Fotografen aus dem 19. Jahrhundert. Dufourt setzt ganz auf transparente Klangfarben, um ein „gleichermaßen homogenes und ständig erneuertes Klima zu schaffen“. Bipolare Klangfarben, „die mit der Farbe Sepia zusammenfallen, nicht zu hell sind, sich in einer Art Hell-Dunkel bewegen.“ Cité des Saules ist eine Metapher des Abschieds. „Alles, was zählt, ist der Verräumlichungsprozess“. Es geht um Zwischenräume, aktive Leerstellen, Farbsegmente, Leuchtereignisse, Wechselspiel von Transparenzen, dunkles Grollen. L’Atelier rouge d’après Matisse, das jüngste Opus des Programms, ist das klingende Echo eines Stillebens von Henri Matisse. Gemälde und Gegenstände scheinen in dem Bild wie in einem roten Meer zu schwimmen. Eine „große, gleichmäßig leuchtende Farbfläche, der jeder Eindruck von Tiefe, jedes Verhältnis von Positionen entzogen wurde und an der jede konstruierende Technik scheitert“.

Mit Ausschnitten aus folgenden Werken: Hugues Dufourt: L’Atelier rouge d’après Matisse for Electric Guitar, Piano, Baritone Saxophone and Percussions; Ensemble Nikel | Hugues Dufourt: L’Ile sonnante for Percussion and Electric Guitar; Yaron Deutsch, E-Gitarre; Brian Archinal, Schlagzeug | Hugues Dufourt: La Cité des Saules for Electric Guitar and Electronics; Yaron Deutsch, E-Gitarre | Hugues Dufourt: Hommage à Charles Nègre für Sextett; Yaron Deutsch, E-Gitarre; Brian Archinal, Schlagzeug; Susanne Peters, Flöte; James Aylward, Fagott; Peter Veale, Oboe; Carl Rosman, Klarinette; Leitung: Mariano Chiacchiarini

23:05 bis 00:00 | Bayern 2
Nachtmix

Popcast – Neue Musik aus Deutschland